Qi - Lebenskraft |
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Qi (jap.: Ki), das man als strömende Lebenskraft beschreibt, ist überall im gesamten Universum vorhanden und zeigt sich in allem Lebendigen in Form von Veränderung und Bewegung. Jeder Lebensvorgang ist Ausdruck des Wirkens und der Bewegung des Qi. Ohne Qi gibt es keine Bewegung, keinen Gedanken, keinen emotionalen Ausdruck und kein Leben. Qi hat im traditionellen chinesischen Verständnis sowohl energetische als auch stoffliche Aspekte, in der Medizin bezeichnet es aber vor allem die aktiven, nicht-stofflichen Prozesse. Alles im Universum resultiert aus den Bewegungen von Qi im Spannungsfeld zwischen Materie und Energie. Qi lässt sich als energetische Konstellation verstehen, und wenn es sich zu einer Form ballt, nennt man es Xing (Form, Gestalt, Körper). Das Entstehen und Vergehen von Formen und Dingen bedeutet Wandel und Bewegung des Qi. Qi selbst ist unvergänglich. Obwohl Qi alles durchdringt und alles umfasst, lässt es sich doch nicht direkt beschreiben oder definieren. Das chinesische Schriftzeichen für Qi bedeutet Dampf über Reis und wird unter anderem auch mit Wolke, Dampf, Atem und Nahrung übersetzt. Die Vieldeutigkeit des Begriffs macht eine Übersetzung jedoch nahezu unmöglich. Dessen ungeachtet verwendet man in der traditionellen chinesischen und japanischen Medizin den Begriff des Qi, um eine energetische Wirkung mit bestimmter Zielrichtung zu bezeichnen. Auf der Beherrschung und Lenkung von Qi beruhen auch alle östlichen Meditations- und Kampftechniken wie Tai Chi, Qi Gong oder Aikido und Judo.
Die wichtigsten Funktionen des Qi im Organismus sind:
Um Qi konkret für sich erfahrbar zu machen, kann man folgendes Experiment durchführen: Man bringt beide Arme in Brusthöhe und reibt die Handflächen fest und schnell aneinander - so lange bis die Hände sehr warm (richtig heiß) werden. Dann hält man die Hände in einem Abstand von etwa dreißig Zentimeter zueinander und bewegt sie langsam aufeinander zu: Je näher sich die Handflächen kommen, desto deutlicher kann man ein Prickeln und Strömen erleben. Manchmal ist die Empfindung so stark, daß die Hände zu zittern beginnen und es fast unmöglich erscheint, sie zusammen zu bringen. Qi ist natürlich auch nach und während einer
Shiatsu-Sitzung in den behandelten Körperbereichen oder im ganzen
Körper zu
spüren. Manchmal nimmt man es als eine gleichmäßige,
wellenförmige Bewegung oder als starkes Strömen wahr, manchmal
aber auch wie einen Stromstoß, der von einer Stelle aus, die gerade
aktiviert wurde, in andere Teile des Körpers schießt. |
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© Dr. Eduard Tripp,
A-1120 Wien, Schönbrunner-Schloss-Str. 21/8, Tel: +43 (1) 815
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