Biorhythmus |
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Eine Vorhersage guter und schlechter Tage aus den zyklischen Veränderungen unseres Organismus stammt von Harold R. Willis1), der das Konzept des Biorhythmus entwickelte. Die Basis dafür stammt vom Berliner Arzt Wilhelm Fliess und dem Wiener Psychologen Hermann Swoboda.
Die Schwankungen in diesen Zyklen, die wie Sinus-Kurven aufgefasst werden, wirken in ihrer ersten Hälfte positiv und in der zweiten Hälfte negativ auf die Leistungsfähigkeit in Hinblick auf körperliche, emotionale und intelektuelle Bedingungen. Vom Zeitpunkt der Geburt ausgehend (neutraler Punkt) steigen die Zyklen zunächst zu ihren positiven Gipfeln an, gehen dann auf neutrale Zustände in der Mitte des jeweiligen Zyklus zurück, um schließlich in die negative Phase überzugehen. Als besonders ungünstig ("kritische Tage") werden die Übergänge zwischen positiven und negativen Kurvenanteilen angesehen - was sich in erhöhter Unfallgefahr und geringerer Leistungsfähigkeit etc. ausdrücken soll. Als ganz besonders ungünstig werden Tage angesehen, bei denen solche "Übergänge" nicht nur für einen, sondern für zwei, drei Zyklen gleichzeitig auftreten. Eine kritische (und wissenschaftliche) Überprüfung dieses
Ansatzes durch I.M. Khalit & Ch.N. Kurucz2) zeigte,
wie K. Immelmann, K.K. Scherer, C. Vogel & F. Schmook ausführen,
keinerlei Nachweis von Einflüssen des Biorhythmus auf Leistungsfähigkeit
und/oder Unfallhäufigkeit. _____________________________________ [1] H.R. Willis:
Biorhythm - Phantom of Human Error, 1969 [2] I.M.
Khalit & Ch.N. Kurucz: The influence of biorhythm on accident
occurrence and performance. In: Ergonomics 20 (1977), S. 389-398 Quellen & weiterführende
Literatur: K.
Immelmann, K.K. Scherer, C. Vogel & F. Schmook:
Psychobiologie. Grundlagen des Verhaltens. Gustav Fischer Verlag 1988 Chronobiologie und Chronomedizin |
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© Dr. Eduard Tripp,
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