SHIATSU-NEWSLETTER
115 / 2005
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THEMEN DES SHIATSU-NEWSLETTER 115:
Plötzlich und unerwartet ist unser langjährige Kollege und Leiter der Naikido-Shiatsu-Schule Josef Hartl an einem Herzversagen gestorben. Josef Hartl, geboren 1961, begründete mit seiner Frau Helga 1962 das Naikan-Haus Wien, 1996 das Naikan-Haus Ötscherland und 1997 einen Buddhistischen Tempel. 1999 fand die offizielle Einweihungsfeier des Tempels Senkozan Sanghe Nembutsu Do statt und Shaku Yoko Josef Hartl erhielt die Lehrbefugnis für Senkobuddhismus durch den Zen-Meister Reiunken Shue Usami Roshi überreicht. 2000 wurde er zum buddhistischen Priester (Osho) ordiniert. Seine Shiatsu-Ausbildung absolvierte Josef Hartl in den Jahren 1989 bis 1993. 1996 begründete er die Naikido-Shiatsu-Schule. 2002 veranstaltete er den 2. Internationalen Shiatsu-Kongress in Wien. Sein Tod hinterlässt eine Lücke!
Für 35 Prozent aller Krebserkrankungen werden heute Ernährung und Ernährungsgewohnheiten verantwortlich gemacht. Diese Einschätzung erfolgte erstmalig 1981 von den britischen Epidemiologen Sir Richard Peto und Sir Richard Doll (Universität Oxford). Derzeit läuft nun schon seit einigen Jahren in Europa eine große Studie zur Erforschung dieser Zusammenhänge ("European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition", EPIC), an der zehn europäische Staaten mit mehr als 52.000 Teilnehmern beteiligt sind. Die erste Zwischenauswertung 2003 brachte teils erwartete, teils unerwartete Ergebnisse:
Folgt man den Empfehlungen des Weltkrebsforschungsfonds und des Amerikanischen Krebsforschungsinstituts, so sollten in Deutschland jährlich mindestens 80.000 Krebsfälle vermeidbar sein. Die Empfehlungen, die auch von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) propagiert werden:
Beispiele für natürliche Karzinogene (Krebs erzeugende Substanzen) sind Schimmelpilze wie Aflotoxine, Patulin und Fumonisine, die unter anderem in Nüssen, Getreide und Kaffee vorkommen. Viele dieser Gifte sind erbgutverändernd (mutagen) und krebserregend (karzinogen). Wer stark damit verunreinigte Lebensmittel sehr oft isst, riskiert damit vor allem Leber- und Nierenkrebs, weshalb man verschimmelte Lebensmittel grundsätzlich nicht verzehren sollte. Ein weiterer karzinogener Faktor in Lebensmitteln sind Nitrosamine, die etwa in gepökelten Fleischwaren (in geringen Konzentrationen) enthalten sein können. Sie bilden sich auch im Körper aus nitratreicher Nahrung. Der häufige Verzehr von gepökelten Fleischwaren (wie Wurst und Schinken) führt deshalb, so die Daten der EPIC-Studie, zu einem erhöhten Krebsrisiko. Auch beim Zubereiten - Kochen, Braten, Backen oder Grillen - können karzinogene Substanzen entstehen. Ein Beispiel dafür ist Acrylamid, das temperaturabhängig beim Braten, Frittieren und Backen von stark stärkehaltigen Lebensmitteln (wie beispielsweise Kartoffeln) entsteht. Besonders knusprig dunkle Pommes frittes enthalten relativ hohe Konzentrationen von Acrylamid. Durch das Grillen oder Räuchern fetthaltiger Fleischwaren können polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe wie Benzpyren entstehen, die Krebs erregend sind und auch bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe freigesetzt werden. Die eingeatmete Luft in Gebieten mit hoher Luftverschmutzung gilt deshalb als größere Gefahrenquelle als gegrillte und geräucherte Fleischwaren. In Lebensmitteln können sich zudem auch Rückstände von Pflanzenschutzmitteln finden, wie z.B. das (verbotene) Nitrofen. Außerdem können landwirtschaftliche Produkte mit organischen Chlorverbindungen wie Dioxinen oder polychloriertem Biphenylen verunreinigt sein, deren Grenzwerte von den Behörden sehr niedrig angesetzt sind und kontrolliert werden. Insgesamt aber deuten die wissenschaftlichen Studien der letzten Jahre darauf hin, dass wahrscheinlich nur ein geringer Teil (etwa 2 Prozent) aller Krebserkrankungen auf karzinogene Stoffe in Lebensmitteln zurückzuführen sind. Größer scheinen demgegenüber die Gefahren vor allem durch Alkoholmissbrauch, starkes Übergewicht oder eine unausgewogene Ernährung: Ein hoher Alkoholkonsum erhöht generell das Krebsrisiko, speziell aber das für Tumore des Rachens, der Speiseröhre, des Magens, der Leber und des Dickdarms. Kontrovers diskutiert wird allerdings, ab welcher Alkoholmenge das Risiko steigt. Ein moderater Konsum (maximal 10 Gramm Alkohol täglich für Frauen bzw. maximal 20 Gramm täglich für Männer) jedoch scheint unproblematisch zu sein. Kommt allerdings Rauchen dazu, wächst das Krebsrisiko massiv. Und Übergewicht hat sich als weiterer wesentlicher Risikofaktor für fast alle Krebsformen erwiesen. Massives Übergewicht (BMI von 40 und mehr) erhöht das Krebsrisiko bei Männern um mehr als 50 Prozent, bei Frauen um mehr als 60 Prozent.
Beim ernährungsbedingten Krebsrisiko kommt es aber nicht nur darauf an, was in der Nahrung drinnen ist, sondern auch, was eben nicht drinnen ist. Es kann ihr nämlich auch an Schutzstoffen mangeln. Der Schwerpunkt der Forschung liegt hier auf den so genannten sekundären Pflanzenstoffen, die - anders als die primären - nicht zum Grundstoffwechsel der Pflanzen gehören. Ungefähr 50.000 sekundäre pflanzliche Inhaltsstoffe kommen in unserer Nahrung vor, aber erst für wenige lässt sich angeben, wie sie möglicherweise ihren Schutzeffekt entfalten. Zu diesen Stoffen gehören beispielsweise Flavonoide, Glucosinolate und Carotinoide. Menschen mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (z.B. Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) neigen zu Dickdarmkrebs. Aus Arzneimittelstudien wiederum ist aber bekannt, dass Acetylsalicylsäure das Risiko mindert. Dieser Wirkstoff von Aspirin hemmt ein Schlüsselenzym, das zur Bildung von Prostaglandinen benötigt wird. Diese körpereigene Substanzen sind maßgeblich an entzündlichen Prozessen beteiligt. Bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Flavonoide, die in vielen Obst- und Gemüsesorten vorkommen, hemmen das Schlüsselenzym ebenfalls effektiv und haben möglicherweise ebenfalls eine ähnlich krebsvorbeugende Wirkung wie Acetylsalicylsäure. Quelle: Spektrum der Wissenschaften, Dossier 4/2004
Die von Greenpeace und WWF in Auftrag gegebene Studie „A Present for Life“ (veröffentlicht im September 2005) weist nach, dass eine Vielzahl von Chemikalien über die mütterliche Nabelschnur direkt in den Körper des Embryos gelangt. Zahlreiche Alltagsprodukte wie Parfüms, Plastikspielzeug, bedruckte T-Shirts, Teflon-Pfannen, Turnschuhe oder Computer setzen gefährliche Chemikalien frei, die in die Blutbahnen der Menschen gelangen. Insgesamt 69 Blutproben (42 Mutterblutproben und 27 Nabelschnurblutproben) wurden auf acht Schadstoffgruppen untersucht, nämlich:
Alle getesteten Stoffe wurden sowohl im Blut der Mutter als auch im Nabelschnurblut gefunden. Das Ergebnis zeigt, dass die Chemikalien die Plazentaschranke überwinden, die den Embryo vor schädlichen Stoffen schützen soll. Ganz besonders verbreitet waren künstliche Moschusverbindungen, Weichmacher und perfluorierte Chemikalien. Auch die Belastung mit dem schon seit Jahren verbotenen Pestizid DDT war nach wie vor hoch. Bei einigen der nachgewiesenen Stoffe ist aus Tierversuchen bekannt, dass sie die Entwicklung beeinträchtigen können. Andere wiederum stehen in Verdacht, hormonell aktiv zu sein. Welche Wirkung diese Chemikalien auf heranwachsende Babys letztlich haben, ist bislang jedoch völlig unklar. Gefunden wurde unter anderem auch der noch vor kurzem in Kosmetika zugelassene Weichmacher DEHP, der laut EU „das Kind im Mutterleib schädigen“ und „möglicherweise die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen“ kann. Auch das Konservierungsmittel Triclosan, das von der EU als „sehr giftig für in Wasser lebende Organismen“ eingestuft wird, wurde in 50 Prozent der Proben nachgewiesen. Quellen: http://marktcheck.greenpeace.at/2330.html
Die von Global 2000 und Bund (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) in Auftrag gegebene Studie „Endstation Mensch“ weist über 300 Schadstoffe in der Muttermilch nach. Muttermilch ist voller Nährstoffe und Vitamine und passt sich in ihrer Menge und Zusammensetzung optimal den Bedürfnissen des Babys an. Mit ihrer Milch gibt die Mutter besonders viel Abwehrkräfte und Nährstoffe weiter, die ihr Kind vor Krankheiten und Allergien schützen. Dennoch aber kann die Muttermilch auch Schadstoffe enthalten, die sich über die Jahre im Körper der Mutter angesammelt haben. Über 300 Industrie-Chemikalien, so die Studie, belasten die Muttermilch. Darunter sind giftige Stoffe, die – wie das Pestizid DDT oder die polychlorierten Biphenyle (PCM) – schon seit vielen Jahren verboten sind. Während die Konzentration verbotener und beschränkter Chemikalien (wie eben z.B. PCM) in der Muttermilch rückläufig ist, nimmt die Belastung mit „modernen Chemikalien“ wie polybromiertem Diethylesther (PBDE), der als Flammschutz vor allem in Kunststoffen, Elektroartikeln und Textilien verwendet wird, zu. Die durchschnittliche Belastung der Muttermilch mit PBDE hat sich seit den 1970er Jahren ca. alle fünf Jahre verdoppelt. Die im Laufe eines Lebens über die Nahrung, die Atemluft und die Haut aufgenommenen langlebigen Chemikalien reichern sich im Fettgewebe an. Für die Bereitstellung der Muttermilch werden nun aber diese Fettdepots abgebaut und die darin enthaltenen Schadstoffe in die Milch freigesetzt. Die Mutter „entgiftet“ sich auf diese Weise, die Schadstoffe werden aber auf das Kind übertragen. Die höchste Muttermilchbelastung weisen daher ältere Mütter bei ihrem ersten Kind auf. Viele der nachweisbaren Schadstoffe haben negative gesundheitliche Auswirkungen. Diese reichen von Allergien über Störungen des Immunsystems, verminderter Fruchtbarkeit und Krebs bis hin zu Verhaltensstörungen. Insbesondere hormonell wirksame Chemikalien können bereits in geringen Konzentrationen Schäden verursachen, indem sie in entscheidende Stoffwechselvorgänge eingreifen. Trotz der Chemikalienbelastung, die dringend gelöst werden sollte, ist Stillen auch heute noch die optimale Ernährung für den Säugling und trägt zur gesunden körperlichen, geistigen und psychischen Entwicklung bei. Quellen: http://www.global2000.at/files/Muttermilchstudie.pdf
Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt vor den schwerwiegenden Folgen einer vorübergehenden oder dauerhaften Unmöglichkeit seinen Beruf auszuüben. Wie auch bei Zusatzversicherungen (die Leistungen abdecken, die in den staatlichen Krankenversicherungen nicht abgedeckt werden) ist es aber von ganz besonderer Wichtigkeit, Erkrankungen und damit zusammenhängende ärztliche Behandlungen anzugeben, die vor dem Vertragsabschluss aufgetreten sind. Versicherte verlieren nämlich den Versicherungsschutz - und den Versicherungen liegt aus wirtschaftlichen Gründen daran, nur versichertes Risiko zu übernehmen -, wenn ärztliche Behandlungen verschwiegen wurden. Damit liegt aus der Sicht der Versicherungen eine arglistige Täuschung vor. Dass dies nicht generell gilt, zeigte ein in "Bild der Wissenschaft" 10/2005 veröffentlichtes Urteil des Oberlandesgerichts Saarbrücken (AZ-5U736/03-71). Eine Frau, die einige Monate vor Vertragsunterzeichnung wegen psychischer Erschöpfung aufgrund beruflicher Überbelastung behandelt worden war, verlor ihren Versicherungsschutz, obwohl sich ihr Zustand nach einem Wechsel des Arbeitgebers gebessert hatte. Das Oberlandesgericht Saarbrücken allerdings gab der Klägerin Recht, dass sie nicht verpflichtet gewesen ist, diese Belastung der Versicherung zu melden, weil ihr Leiden nur vorübergehend bestanden hat.
Mit 28. Oktober 2005 sind in Österreich neue Kilometergelder in Kraft getreten:
Ukiyo-e ("Bilder einer fließenden Welt") entstanden im 17. Jahrhundert mit der Entwicklung eines frühen städtischen Bürgertums. Sie erfuhren ihre bedeutendste Ausprägung in der Kunst des japanischen Farbholzschnitts. Bekannte Vertreter des Ukiyo-e sind Katsushika Hokusai und Ando Hiroshige. Vom 30. November 2005 bis zum 16. März 2006 zeigt das MAK (Museum für Angewandte Kunst in Wien) seine Sammlung japanischer Farbholzschnitte. Die Ausstellung zeigt etwa 600 Holzschnitte und Malereien aus dem Zeitraum vom 17. bis zum 20. Jahrhundert. Alle Objekte entstammen der etwa 4.200 Objekt umfassenden Ukiyo-e-Sammlung des MAK. MAK-Öffnungszeiten: Di 10.00 bis 24.00, Mi - So 10.00 bis 18.00 Uhr
Leeres Lokal mit insgesamt 2x 66 m2, günstig öffentlich zu erreichen - ebenso sind auch tagsüber Parkplätze vorhanden - geeignet zum Praktizieren für Shiatsu, das von der Gemeinde Wien gemietet werden kann. Die Miete (unter Euro 500.- inkl. Betriebskosten) wird nur für 66 m2 verrechnet, da der Vormieter eine Zwischendecke eingezogen hat. Ablöse für Fußboden, Heizung und Zwischendecke. Informationen bei Günter Majefsky
_____________________________________ Viel Freude und Erfolg wünscht uns allen! |
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© Dr. Eduard Tripp,
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91 75, tripp@shiatsu-austria.at www.shiatsu-austria.at |