ESF-Forschungsprojekt startet im Herbst 2005
Aktuelles aus dem Dachverband


Nachdem die erste Phase des ESF-Forschungsprojektes nun schon seit einiger Zeit abgeschlossen und veröffentlicht ist (siehe www.shiatsu-austria.at/einfuehrung/forschung_7.htm und www.shiatsu-austria.at/einfuehrung/forschung_8.htm), ist nun definitiv für den Herbst 2005 der Start der zweiten und entscheidenden Phase des Projekts geplant. In drei oder, wenn realisierbar, vier Ländern Europas (Österreich, Spanien, Schweden und Großbritannien) sollen Erfahrungen und Auswirkungen von Shiatsu-Behandlungen an einem möglichst breiten Spektrum von PraktikerInnen und KlientInnen erhoben werden.

Diese erste unabhängige und mehrere Länder übergreifende wissenschaftliche Studie wurde von Professor Andrew Long (Professor für Forschung über Gesundheitssysteme an der Universität in Leeds) entwickelt, der auch für die Pilotstudie verantwortlich war. Teilnehmen können an der Studie alle Shiatsu-PraktikerInnen, die

- das Dachverbands-Diplom besitzen,
- zumindest zwei Jahre Praxiserfahrung haben und
- zumindest etwa fünf KlientInnen pro Woche behandeln.

Diese Auswahlkriterien sollen garantieren, dass die teilnehmenden PraktikerInnen über eine qualitative Ausbildung und auch über eine hinreichende Praxiserfahrung verfügen.Shiatsu-PraktikerInnen, die an der Studie teilnehmen wollen – und wir hoffen auf möglichst viel Mithilfe, um die Studie realisieren und damit auch die berufspolitische Position von Shiatsu festigen zu können –, werden noch explizit informiert und „eingeschult“ über den genauen Ablauf der Studie und darüber, was sie ihren KlientInnen an Informationen geben sollen. Zudem ist es notwendig, dass die teilnehmenden PraktikerInnen einen (anonymen) Fragebogen über sich und ihre Tätigkeit ausfüllen – mit Fragen zu Alter, Geschlecht, Ausbildung, beruflicher Ausübung des Shiatsu u.ä.m.

Die teilnehmenden PraktikerInnen händigen jeder mitwirkenden KlientIn – das können sowohl KlientInnen sein, die das erste Mal kommen, wie auch KlientInnen, die schon mehrmals oder regelmäßig gekommen sind (einzige Voraussetzung ist, dass sie über 18 Jahre alt sind) – ein „Informationspaket“ mit Fragebogen und einer Einverständniserklärung zur Teilnahme an der Studie aus. Dabei ist es nicht von Bedeutung, wie häufig die KlientIn kommt bzw. kommen wird, wichtig ist vielmehr ihre Bereitschaft an der Studie teilzunehmen, denn auch im Falle eines Abbruchs der Shiatsu-Behandlungen sind die Gründe dafür, die – anonym – per Fragebogen dafür angegeben werden, für die Auswertung der Studie von großer Bedeutung. Schließlich geht es doch um eine möglichst realistische Erfassung der "Shiatsu-Praxis-Realität".

Nach der Information der KlientIn und der Übergabe des „Informationspakets“ ist die Shiatsu-PraktikerIn nicht mehr in den weiteren Ablauf der Studie involviert. Die KlientIn schickt die Einverständniserklärung – ebenso wie die insgesamt drei Fragebögen, die jeweils im Intervall von drei Monaten auszufüllen sind – direkt (per vorfrankiertem Kuvert) an die Universität in Leeds. Dabei ist die Studie so konzipiert, dass es unmöglich ist, aus den Fragebögen die ausfüllenden Personen zu identifizieren. Die Anonymität aller Beteiligten ist strikt gewahrt!

Teilnehmende KlientInnen müssen insgesamt drei Fragebögen ausfüllen, einen zu Beginn und zwei weitere jeweils im Abstand von drei Monaten. Die Fragen beziehen sich schwerpunktmäßig auf die Gründe für die Inanspruchnahme von Shiatsu, Erfahrungen während und nach der Behandlung sowie kurz- und langfristige Wirkungen.

Je mehr PraktikerInnen wie auch KlientInnen an der Studie teilnehmen, desto gewichtiger sind die statistischen Ergebnisse. Unabhängig davon, ob man fünf oder zehn oder zwanzig oder mehr KlientInnen pro Woche betreut, die Vielzahl an teilnehmenden PraktikerInnen und KlientInnen hebt die Relevanz der Studie und trägt, wie wir hoffen, entscheidend zum öffentlichen Bewusstsein von Shiatsu in der wissenschaftlichen und politischen Welt bei.

Wir hoffen auf Eure Unterstützung für unsere gemeinsamen Ziele und auf eine möglichst rege Teilnahme am Forschungsprojekt! Interessierte wenden sich bitte an das Sekretariat des Österreichischen Dachverbandes für Shiatsu: Tel/Fax: (02242) 72 6 22 bzw. info@shiatsu-verband.at.

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© Dr. Eduard Tripp, A-1120 Wien, Schönbrunner-Schloss-Str. 21/8, Tel: +43 (1) 815 91 75, tripp@shiatsu-austria.at
www.shiatsu-austria.at