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Die Fortbildung zum Diplom der Österreichischen Ärztekammer
für Chinesische Diagnostik und Arzneimitteltherapie wurde am 15. September 2004 einfgeführt. Die
Ausbildung dauert zumindest 2 Jahre mit insgesamt mindestens 500 Stunden;
davon entfallen ca. 2/3 auf Seminare und Kurse und 1/3 auf die Praxis.
Die Lehrinhalte sind:
Naturwissenschaftliche Grundlagen der chinesischen
Arzneimittelkunde
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Pflanzliche, mineralische und – in
geringem Maße – tierische Wirkstoffe unter Berücksichtigung
des Artenschutzes |
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Pharmakodynamik und Toxikologie |
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Biochemische Aspekte, Taxonomie |
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Klinische Wirkung der einzelnen Arzneimittel und Rezepturen |
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Kompatibilitäten und Inkompatibilitäten
mit konventioneller Medikation |
Allgemeiner Teil
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Medizingeschichte, philosophische Konzepte |
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Chinesische Terminologie |
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Yin-Yang-Theorie – biologische Balance |
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Substanzen des Lebens – Qi, Blut, Körperflüssigkeit,
Jing, Shen |
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Die 5 Wandlungsphasen (Wu Xing) |
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Physiologie und Pathologie der Organe |
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Meridiansysteme inkl. innerer Verläufe |
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Die 6 Äußeren Pathogenen Faktoren – Umwelteinflüsse |
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Die 7 Inneren Pathogenen Faktoren – Emotionen
/ Psychosomatik |
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Die 4 diagnostische Methoden (Si Jian) inklusive Zungen- & Pulsdiagnostik |
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Diagnose nach den 8 diagnostischen Kriterien (Ba Gang) |
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Diagnose nach Qi, Blut & Körperflüssigkeiten |
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Diagnose nach den Inneren Organen (Zang Fu) |
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Diagnose nach den 4 Schichten (Wei ,Qi, Ying, Xue) |
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Diagnose nach den 6 Meridianen (Liu Jing) |
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Diagnose nach den 3 Leibeshöhlen (San Jiao) |
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Behandlungstechniken und -strategien in Theorie/ Praxis |
Mindestens 280 Einzelarzneimittel (aufgelistet nach
Kategorien) unter besonderer Berücksichtigung der Pharmakodynamik,
Taxonomie und Toxikologie
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Körperoberfläche freimachende
Arzneimittel |
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Hitze klärende Arzneimittel |
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Abführende Arzneimittel |
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Wasser transformierende Purgativa |
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Wind und Feuchtigkeit ausleitende Arzneimittel |
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Schleim transformierende, Husten stillende Arzneimittel |
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Aromatische Arzneimittel zur Umwandlung von Feuchtigkeit |
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Digestiva |
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Qi-regulierende Arzneimittel |
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Blut regulierende Arzneimittel |
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Körperinneres wärmende Arzneimittel |
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Tonisierende Arzneimittel |
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Stabilisierende und bindende Arzneimittel |
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Geist beruhigende Arzneimittel |
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Sinnesorgane öffnende aromatische Arzneimittel |
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Leber beruhigende, Inneren Wind unterdrückende
Arzneimittel |
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Antihelmintika |
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Substanzen zur äußeren Anwendung |
Rezepturen (100, aufgelistet nach Kategorien) und mögliche
Modifikationen unter besonderer Berücksichtigung von Kompatibilität
und Inkompatibilität sowohl chinesischer Arzneimittel untereinander
als auch zwischen chinesischen Arzneimitteln und konventioneller Medikation
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Rezepte, die das Äußere entlasten |
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Rezepte, die Hitze beseitigen |
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Rezepte, die nach unten ausleiten |
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Rezepte, die harmonisieren |
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Rezepte, die Trockenheit behandeln |
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Rezepte, die Feuchtigkeit eliminieren |
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Rezepte, die Innere Kälte wärmen |
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Rezepte, die tonisieren |
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Rezepte, die Qi regulieren |
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Rezepte, die Blut beleben |
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Rezepte, die Blutungen stoppen |
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Rezepte, die stabilisieren und binden |
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Rezepte, die den Geist beruhigen |
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Rezepte, die Inneren Wind eliminieren |
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Rezepte, die Sinnesöffnungen freimachen |
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Rezepte, die Schleim behandeln |
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Rezepte, die Nahrungsstagnation auflösen |
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Rezepte, die Parasiten eliminieren |
Praxis
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Unter Aufsicht und Anleitung Lehrbeauftragter
werden Anwendung und Umsetzung der Untersuchungstechnik am Patienten
geübt und im Sinne der klinischen Anwendung entsprechende Rezepturen
erstellt. Dies kann in gesonderten Lehreinheiten im Rahmen der theoretischen
Seminare oder in Praxen von Ärzten mit mindestens zweijähriger
praktischer Ausübung der Methode nach Erwerb des gegenständlichen
Diplomes erfolgen. Mindestens fünf Patienten müssen eigenständig
behandelt und protokolliert werden. Die Protokolle sind bei der ÖÄK
Diplomprüfung vorzulegen. Die Anrechnung auswärtiger Praxiszeiten
obliegt der unten definierten Kommission. |
Übergangsregelungen gibt es:
- für ÄrztInnen, die noch vor dem 1. 10. 1989 eine Fortbildung
bei einer der von der Österreichischen Ärztekammer angeführten Lehrinstitutionen
absolviert haben, und
- für ÄrztInnen, die noch vor dem 15. 09. 2004 eine dem ÖÄK-Curriculum
gleichwertige Fortbildung absolviert haben.
(Irrtümer vorbehalten)
TCM-Ärzte in Österreich
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