Notfälle in der Shiatsu-Praxis
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Kopf Blutungen Jedes traumatische Geschehen im Kopfbereich in Folge eines Sturzes oder eines Schlags ist potentiell gefährlich und kann besonders bei Patienten mit Blutverdünnung (Marcoumar, Thrombo Ass, Aspirin, Plavix o..ä.) zu Gehirnblutungen führen. Auch junge Personen mit entsprechendem Trauma können im Kopf bluten, wobei die Symptome häufig erst nach einiger Zeit auftreten können (lucides Intervall) und unter Umständen vom Patienten selbst gar nicht sofort bemerkt werden. Ein Sturz, der nicht erinnerlich ist oder mit Ohnmacht einhergeht, muss sofort für mindestens 24 Stunden zur Beobachtung ins Spital. Blutungen bzw. Infarkte der gehirnversorgenden Blutgefässe können aber auch ohne Sturz auftreten (Schlaganfall). Beim Auftreten unten genannter Symptome soll sofort ein Arzt aufgesucht werden:
Mehr als 90% der Patienten, die unter Kopfschmerzen leiden, haben keine bedrohliche Erkrankung. Besondere Alarmsignale, die auf einen bedrohlichen Prozess hinweisen, sind nachfolgend gereiht:
Einer der häufigsten Gründe für einen Besuch beim/bei der Shiatsu-Praktiker/in sind schmerzhafte Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule. Dabei kann es sich um "harmlose" funktionell-muskuläre Störungen, aber durchaus auch um knöcherne, entzündliche oder nervale Pathologien handeln. Meistens gehen diese Erkrankungen mit starken Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule einher, aber es gibt auch Ausnahmen. Alarmierende Symptome:
Osteoporose bzw. Osteopenie (wenn keine Fraktur vorliegt) ist eine universelle oder lokalisierte Verminderung der Knochenmasse und Rarefizierung der Knochenstruktur. Knochen sind ein lebendiges Organ und einem ständigen Auf- und Abbau unterworfen. Bei der Osteoporose kommt es zu einem Ungleichgewicht dieses Vorgangs zu Gunsten des Knochenabbaus, bzw. zu einer verminderten Calcium-Einlagerung. Dies führt wiederum zu einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche, teilweise auch ohne adäquates Trauma. Fallweise kommt es auch zu so genannten Spontanfrakturen, vor allem im Bereich der Wirbelsäule oder an den Füßen. Die Erkrankung betrifft häufig Frauen in der Menopause, kann aber auch bei Männern und jüngeren PatientInnen vorkommen. Besonders Alkohol, Nikotin und Cortison, aber auch eine Anorexie oder längere Immobilität führen zu Störungen des Knochenstoffwechsels. Beweisend für die Erkrankung ist das Röntgen-Bild, bzw. eine Knochendichtemessung, die ältere Patienten/innen regelmäßig durchführen lassen sollten. Leider kommt es immer wieder zu Brüchen bei älteren Patienten/innen (Schenkelhalsfraktur) nach banalen Stürzen wegen unbehandelter Osteoporose. Eine ausreichende Calcium- und Vitamin D-Zufuhr ist oft schon genug als Therapie, in schwereren Fällen muss medikamentös (Bisphosphonate) nachgeholfen werden. Symptome:
Notfälle im Bereich der Gelenke sind häufig nach Unfällen zu bemerken und verirren sich nur selten zum/zur Shiatsu Praktiker/in. Trotzdem gibt es Erkrankungen wie zum Beispiel eine bakterielle Entzündung oder Instabilitäten nach Bandverletzungen im Bereich der Gelenke, die von Patienten/innen leichtfertig selbst behandelt und dadurch übersehen werden können. Symptome: Schmerzhaftes, überwärmtes, gerötetes und geschwollenes Gelenk, eventuell nach kleinerer Verletzung der Haut oder im Rahmen eines grippalen Infekts mit Fieber: Sofort ins nächste Unfallspital, da eine Sepsis lebensbedrohlich ist! Auch Schmerzen, die mit einer Instabilität in einem Gelenk einhergehen (z.B. Schulterluxation) sollten vom Orthopäden oder Unfallchirurgen angesehen werden. "Notfälle" an den Extremitäten kommen meistens bei Unfällen vor und werden daher seltener in der Shiatsu-Praxis beobachtet. Es gibt aber auch Knochenbrüche, die sehr unscheinbar vonstattengehen. Spontanfrakturen bei Osteoporose wurden bereits weiter oben besprochen. Häufig sind Frakturen der Mittelfußknochen bei sportlicher Betätigung (Fußball). Ein Röntgen-Bild bei anhaltenden Schmerzen, eventuell auch mit Hämatom und Schwellung, ist sinnvoll. Weiters könnte auch eine Beinvenenthrombose oder ein akuter Gefässverschluss beim/bei der Praktiker/in auffallen. Alarmzeichen:
Verdauungsprobleme sind ebenfalls weit verbreitet und können mit Shiatsu und TCM häufig gebessert werden. (Obstipation, Diarrhöe). Es gibt jedoch auch Situationen, in denen ein Besuch beim Schulmediziner angeraten werden sollte. Blutungen im Bauchraum bzw. Darm sind häufiger als gedacht. Viele ältere Menschen nehmen Schmerzmittel gemeinsam mit blutverdünnenden Substanzen und in dieser Kombination können gefährliche Blutungen entstehen. Blutige Stühle und Schmerzen im Bauch sollten in jedem Fall von einer chirurgischen Ambulanz gesehen werden. (Auch wenn sich häufig nur harmlose Hämorrhoiden dahinter verbergen). Eine länger dauernde Verstopfung trotz der Einnahme von Abführmitteln kann Ausdruck eines so genannten Ileus (Darmverschluss) sein. Stuhlverhalt über 5 Tage (bei entsprechenden Beschwerden auch früher) indiziert ebenfalls einen Arztbesuch. Unter einem akuten Abdomen versteht man rasch eintretende Schmerzen im Bauchraum mit Abwehrspannung der Bauchdeckenmuskulatur, Störungen der Darmtätigkeit und Fieber, im schlimmsten Fall mit Kreislaufschock. In diesem Fall sofort die Rettung rufen!
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© Dr. Eduard Tripp,
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91 75, tripp@shiatsu-austria.at www.shiatsu-austria.at |