Ernährungsgewohnheiten der ÖsterreicherInnen
Umfrage im Auftrag von REWE (2010)


Der REWE-Konzern (REWE Group mit Sitz in Köln: BILLA, MERKUR, Penny, BIPA und ADEG) hat unter 1000 ÖsterreicherInnen eine Umfrage zu ihren Ernährungsgewohnheiten machen lassen, die vom Kurier am 7. August 2010 veröffentlicht wurde. Soziologisch unterschieden werden dabei vier unterschiedliche Esser.
 

1. Essenstypen

Auflauf Der moderne Nachhaltige ..... 26 Prozent

Er ist mehrheitlich weiblich, 31 bis 50 Jahre alt und höher gebildet. Er:

 hat nicht genug Zeit zum Essen, aber dennoch ist ihm Essen wichtig,
 ernährt sich gesund, achtet auf Kalorien,
 bevorzugt biologische Lebensmittel,
 bevorzugt österreichische Produkte,
 achtet auf Qualität und Nachhaltigkeit und
 probiert gern neue Gerichte aus.
 

Schweinebraten Der Traditionelle ..... 23 Prozent

Er ist mehrheitlich weiblich, über 50 Jahre alt und mittel gebildet. Er:

 hat ausreichend Zeit zum Kochen und Essen,
 lehnt Convenience-Produkte und Functional Food ab,
 achtet weniger auf Kalorien,
 bevorzugt biologische Lebensmittel,
 achtet auch auf Qualität und Nachhaltigkeit und
 probiert weniger gern neue Produkte aus.
 

Nudeln Der Zweckmäßige ..... 21 Prozent

Er ist mehrheitlich weiblich, quer durch alle Altersgruppen und soziale Schichten. Er:

 isst primär, um satt zu werden,
 isst öfters Convenience-Produkte und Functional Food,
 achtet auf die Kalorien und den Preis,
 bevorzugt bedingt biologische Lebensmittel und
 bevorzugt bedingt österreichische Produkte.
 

Würstel mit Pommes Der Barbar ..... 23 Prozent

Er ist mehrheitlich männlich, bis 30 Jahre alt, tendenziell weniger gebildet und ledig. Er

 legt weniger Wert auf einen schön gedeckten Tisch,
 ernährt sich weniger gesund,
 achtet nicht auf Kalorien,
 isst of Convenience-Produkte,
 Herkunft und Nachhaltigkeit der Lebensmittel sind ihm egal und
 probiert ungern neue Gerichte aus.
 

2. Worauf beim Einkaufen besonders geachtet wird

Die Befragten achten besonders auf:

 Qualität und Gesundheit .... 30 Prozent
 den Preis .... 30 Prozent
 den Geschmack .... 19 Prozent
 schnelle Zubereitung (Fertiggerichte) .... 10 Prozent
 Kalorien- und Fettgehalt .... 8 Prozent
 keine Angaben, weiß nicht .... 2 Prozent

Zudem zeigte sich, dass die Konsumenten umso bewusster auf Qualität und Herkunft der Produkte achten, je älter sie sind.
 

3. Wie oft Essen gegangen wird

Wie oft gehen die befragten ÖsterreicherInnen essen wurde als Indikator herangezogen, wie sich die Finanzkrise auf die Essgewohnheiten auswirkt:

 täglich .... 1 Prozent
 mehrmals pro Woche .... 14 Prozent
 alle ein bis zwei Wochen .... 25 Prozent
 ein Mal im Monat .... 16 Prozent
 alle zwei bis drei Monate .... 12 Prozent
 seltener .... 21 Prozent
 nie .... 10 Prozent
 

4. Welche Lebensmittel besonders wichtig sind

Die befragten ÖsterreicherInnen haben die Wichtigkeit von bestimmten Lebensmittel(gruppen) von 1 (sehr wichtig) bis 5 (gar nicht wichtig) beurteilt:

 Brot und Gebäck .... 1,4
 Milch/Molkereiprodukte und Eier .... 1,6
 Obst und Gemüse .... 1,6
 Fleisch und Wurst .... 1,8
 antialkoholische Getränke .... 2,0
 Fisch .... 2,1
 Tiefkühlkost .... 2,5
 Süßigkeiten .... 2,5
 alkoholische Getränke .... 3,0
 Fertiggerichte .... 3,1

Nicht überraschend zudem, dass jüngere Konsumenten mehr für Halb- und Fertigprodukte zu haben sind.
 

5. Wo zu Hause gegessen wird

Außer zu Hause wird selbstverständlich auch im Auto, in öffentlichen Verkehrsmitteln, unterwegs auf der Straße oder auch am Arbeitsplatz gegessen. Und auch wenn etwa jede fünfte befragte ÖsterreicherIn zu Hause vor dem Fernseher isst (bei unter 30-Jährigen sind es sogar ein Drittel der Befragten), findet das Essen weiterhin überwiegend am Esstisch statt:

 am gedeckten Tisch .... 66 Prozent
 vor dem Fernsehgerät .... 21 Prozent
 in der Küche .... 10 Prozent
 im eigenen Zimmer .... 3 Prozent
 

Quellen: Kurier, Samstag 7. August 2010
Bilder: Klaus Steves, wrw und Rainer Sturm, (http://www.pixelio.de)
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