Auswirkungen sozialer Kontakte auf die Gesundheit
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Im Schnitt hatten alle Studien die Teilnehmer über einen Zeitraum von 7,5 Jahren beobachtet. In der Metaanalyse der Daten aller vorliegenden Untersuchungen konnten die Forscher feststellen, dass die beobachteten Effekte auch bestehen blieben, wenn man Alter, Geschlecht und den sozialen Status, etwa den Beruf, berücksichtigt. Bricht hingegen das soziale Netz zusammen, gehen damit auch Zuversicht, Freude und Rückhalt verloren. Betroffene leben dann oft isoliert, schleppen sich freudlos und resigniert durchs Leben und haben kein Vertrauen mehr in die Menschen. Das ist aber nicht nur schlimm für den einzelnen Menschen, der das erlebt, sondern auch gesundheitspolitisch relevant, denn wer einsam ist, wird mit größerer Wahrscheinlichkeit krank. Daher, so raten Forscher, sollte vom Arzt das soziale Umfeld ebenso ernst genommen werden wie der Tabakkonsum, das Ernährungsverhalten und die sportlichen Aktivitäten eines Patienten. Der Mensch ist ein im Grunde soziales Wesen. Freundschaft, Gespräche, Liebe, Geborgenheit, all das funktioniert nur im Austausch mit anderen. Nur zu zweit kann sich der Mensch fortpflanzen und nur als Gemeinschaft kann er Zivilisationen hervorbringen. Das moderne Leben der industrialisierten Länder hat jedoch die Beziehungsgeflechte der Menschen nachhaltig verändert - und bringt, so wird befürchtet, immer mehr Einzelgänger hervor. Einer der Studienautoren, Timothy B. Smith, warnt dabei zugleich davor, die neueren Kommunikationsmöglichkeiten in Zeiten des Internets und der modernen Technologie als Ersatz für ein echtes soziales Netzwerk zu sehen. Im Vergleich mit anderen Risikofaktoren zeigte sich, dass Einsamkeit:
"The influence of social relationships on risk for mortality is comparable with well-established risk factors for mortality", so die Autoren als Zusammnfassung in ihrem Absract. Und Studienautor Smith ergänzt dazu in einem Interview: "Für den Menschen sind Beziehungen eine Selbstverständlichkeit. Wir sind wie Fische, die das Wasser gar nicht bemerken." Quellen:Julianne Holt-Lunstad, Timothy B. Smith & J. Bradley Layton - Social Relationships and Mortality Risk: A Meta-analytic Review |
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© Dr. Eduard Tripp,
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