SHIATSU-NEWSLETTER 171 / 2010
Shiatsu-Ausbildungen Austria


THEMEN DES SHIATSU-NEWSLETTER 171:

 

TCM-AUSBILDUNG AN DER MEDIZINISCHEN UNIVERSITÄT WIEN

Die Medizinische Universität Wien hat einen Universitätslehrgang "Grundlagen und Praxis der TCM (Traditionelle Chinesische Medizin)" beschlossen. Die Zielsetzungen der Ausbildung liegen im Erlernen der theoretischen Grundlgen der chinesischen Diagnostik, Akupunktur und Arzneimittelkunde sowie deren praktische Anwendung.

Voraussetzungen für die Zulassung sind:

 Abschluss eines humanmedizinischen, zahnmedizinischen oder veterinärmedizinischen Studiums
 Abschluss eines naturwissenschaftlichen Studiums
 Abschluss des Studiums der Pharmazie
 Abschluss eines geisteswissenschaftlichen Studiums, wenn einschlägige berufliche Erfahrungen von mindestens zwei Jahren aus dem Bereich TCM nachgewiesen werden
 Abschluss eines gleichwertigen Studiums, wenn die Gleichwertigkeit vom Rektorrat im Rahmen eines Zulassungsverfahrens festgestellt wird

Allerdings nur Humanmediziner sind gemäß dem Ärztegesetz nach Abschluss dieses Universitätslehrgangs zur Behandlung von PatientInen berechtigt.

Die Ausbildung umfasst 5 Module mit insgesamt 660 Unterrichts-, Seminar- und Praktikumsstunden. Mediziner absolvieren ihre Praktika in einer Klinik, Veterinärmediziner, Pharmazeuten und Naturwissenschaftler in einer Tierklinik, einer Apotheke oder einem TCM-Forschungslabor. Geisteswissenschaftler und sonstige LehrgangskandidatInnen nehmen an den Praktika nur als BeobachterInnen teil.

Im 5. Semester ist eine Master-Thesis zu verfassen. Das Studium wird mit insgesamt 90 ECTS (Lehrveranstaltungen: 60, Master-Thesis 30) bewertet.

Die Mehrheit der Lehrbeauftragten wird aus dem Kreis der Medizinischen Universität Wien bestellt. Ergänzend dazu werden anerkannte Experten und vor allem auch "Spezialisten aus China" eingeladen.

Inwieweit die Absolvierung dieses universitären Lehrgangs als ausschließliche Berechtigung zur Anwendung von TCM in Spitälern etabliert wird - es gibt diesbezügliche Gerüchte - ist offen.

Quelle: Mitteilungsblatt der Medizinischen Universität Wien für das Studienjahr 2009/2010

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WEBSITE SHIATSU-AUSTRIA "GEFÄLLT-MIR"

Die Website der Shiatsu Austria www.shiatsu-austria.at hat seit kurzem einen "Gefällt mir"-Button auf der Website.

Wer einen Facebook-Account hat, kann durch Anklicken dieses Buttons (man muss sich dazu dann mit den Facebook -Zugangsdaten einloggen) kund tun, dass ihm/ihr die Seite gefällt ... Würde mich sehr freuen, wenn Ihr die Website (und die Arbeit dahinter) auf diese Weise unterstützt ... Danke

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NOTFÄLLE IN DER SHIATSU-PRAXIS - WANN ES DRINGEND NOTWENDIG IST, EINEN ARZT ZU RATE ZU ZIEHEN

Immer wieder, so Dr. Dominik Meraner, Shiatsu-Praktiker und Arzt in Ausbildung zum Facharzt für Orthopädie (www.shiatsu-austria.at/ausbildung/dominik_handout.htm) im Rahmen eines Vertiefungskurses zur energetischen Einschätzung (Juli 2010) sieht sich der/die Shiatsu-Praktiker/in mit KlientInnen konfrontiert, die Krankheitszeichen zeigen. Meist handelt es sich dabei um Erkrankungen, die entweder ungefährlich sind, wie z.B. ein Schnupfen, oder aber vor der Shiatsu-Behandlung schon schulmedizinisch diagnostiziert und behandelt wurden. Es kann aber auch sein, dass ein Symptom oder eine Pathologie erst während einer Shiatsu-Sitzung oder in der dieser vorangehenden Anamnese augenscheinlich werden. Im Folgenden werden, in Anlehnung an den Vortrag von Dominik Meraner (die Gliederung von "Kopf bis Fuß" folgt ebenfalls seinem Vortrag), Erkrankungen und typische Symptome angeführt, bei denen möglichst rasch ein Arzt zu Rate gezogen werden soll, in manchen Fällen ist es sogar erforderlich, sofort die Rettung zu rufen.
 

Kopf

Blutungen

Jedes traumatische Geschehen im Kopfbereich in Folge eines Sturzes oder eines Schlags ist potentiell gefährlich und kann besonders bei Patienten mit Blutverdünnung (Marcoumar, Thrombo Ass, Aspirin, Plavix o..ä.) zu Gehirnblutungen führen. Auch junge Personen mit entsprechendem Trauma können im Kopf bluten, wobei die Symptome häufig erst nach einiger Zeit auftreten können (lucides Intervall) und unter Umständen vom Patienten selbst gar nicht sofort bemerkt werden.

Ein Sturz, der nicht erinnerlich ist oder mit Ohnmacht einhergeht, muss sofort für mindestens 24 Stunden zur Beobachtung ins Spital. Blutungen bzw. Infarkte der gehirnversorgenden Blutgefässe können aber auch ohne Sturz auftreten (Schlaganfall).

Beim Auftreten unten genannter Symptome soll sofort ein Arzt aufgesucht werden:

 Bewusstlosigkeit
 Lähmungen (auch im Gesicht)
 Wesensveränderungen oder unerklärbare Schläfrigkeit
 Kurzzeitige Sehverschlechterung oder Blindheit, auch nur eines Auges (Amaurosis fugax) oder ungleiche Pupillen, bzw. Pupillen, die nicht auf Lichteinfall reagieren
 Schlagartig einsetzender "Vernichtungskopfschmerz"
 Meningismus (Dehnungsschmerz)

 
Gefährlicher Kopfschmerz

Mehr als 90% der Patienten, die unter Kopfschmerzen leiden, haben keine bedrohliche Erkrankung. Besondere Alarmsignale, die auf einen bedrohlichen Prozess hinweisen, sind nachfolgend gereiht:

 Ungewohnte Kopfschmerzen bei sonst völlig Kopfschmerzfreien Patienten
 Erstmalige Kopfschmerzen im höheren Alter
 Schlagartig einsetzende Kopfschmerzen ("Vernichtungsschmerz")
 Kopfschmerzen, die immer an der selben Stelle auftreten
 Stete Progredienz (Zunahme) der Kopfschmerzintensität
 Dauerkopfschmerz
 Kopfschmerzen die mit psychischen Auffälligkeiten, Bewusstseinsstörungen oder epileptischen Anfällen einhergehen
 Meningismus (Dehnungsschmerz der HWS bis in den Rücken/Beine ziehend)

 
Wirbelsäule

Einer der häufigsten Gründe für einen Besuch beim/bei der Shiatsu-Praktiker/in sind schmerzhafte Beschwerden im Bereich der Wirbelsäule. Dabei kann es sich um "harmlose" funktionell-muskuläre Störungen, aber durchaus auch um knöcherne, entzündliche oder nervale Pathologien handeln. Meistens gehen diese Erkrankungen mit starken Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule einher, aber es gibt auch Ausnahmen.

Alarmierende Symptome:

 Lähmungen einer Extremität, der Finger oder Zehen
 Sensibilitätsverlust (?Bamstigkeit?, auch am Rumpf)
 Blasen- und Stuhlentleerungsstörungen (Cauda-Symptomatik)
 Klopfschmerz an der Wirbelsäule, eventuell auch mit Fieber ( Entzündung, Fraktur)
 Dehnungsschmerz der Unteren Extremität (Lasegue Zeichen)
 

Osteoporose

Osteoporose bzw. Osteopenie (wenn keine Fraktur vorliegt) ist eine universelle oder lokalisierte Verminderung der Knochenmasse und Rarefizierung der Knochenstruktur. Knochen sind ein lebendiges Organ und einem ständigen Auf- und Abbau unterworfen. Bei der Osteoporose kommt es zu einem Ungleichgewicht dieses Vorgangs zu Gunsten des Knochenabbaus, bzw. zu einer verminderten Calcium-Einlagerung. Dies führt wiederum zu einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche, teilweise auch ohne adäquates Trauma. Fallweise kommt es auch zu so genannten Spontanfrakturen, vor allem im Bereich der Wirbelsäule oder an den Füßen.

Die Erkrankung betrifft häufig Frauen in der Menopause, kann aber auch bei Männern und jüngeren PatientInnen vorkommen. Besonders Alkohol, Nikotin und Cortison, aber auch eine Anorexie oder längere Immobilität führen zu Störungen des Knochenstoffwechsels.

Beweisend für die Erkrankung ist das Röntgen-Bild, bzw. eine Knochendichtemessung, die ältere Patienten/innen regelmäßig durchführen lassen sollten. Leider kommt es immer wieder zu Brüchen bei älteren Patienten/innen (Schenkelhalsfraktur) nach banalen Stürzen wegen unbehandelter Osteoporose. Eine ausreichende Calcium- und Vitamin D-Zufuhr ist oft schon genug als Therapie, in schwereren Fällen muss medikamentös (Bisphosphonate) nachgeholfen werden.

Symptome:

 Verlust an Körpergröße
 Verstärkte Brustkyphose, abgeflachte Lendenlordose
 Schräge Hautfalten an den Flanken (Tannenbaumphänomen)
 Schmerzen durch Frakturen oder Überlastung der Rumpfmuskulatur
 Rippenbogenrandschmerzen


Gelenke

Notfälle im Bereich der Gelenke sind häufig nach Unfällen zu bemerken und verirren sich nur selten zum/zur Shiatsu Praktiker/in. Trotzdem gibt es Erkrankungen wie zum Beispiel eine bakterielle Entzündung oder Instabilitäten nach Bandverletzungen im Bereich der Gelenke, die von Patienten/innen leichtfertig selbst behandelt und dadurch übersehen werden können.

Symptome:

Schmerzhaftes, überwärmtes, gerötetes und geschwollenes Gelenk, eventuell nach kleinerer Verletzung der Haut oder im Rahmen eines grippalen Infekts mit Fieber:

Sofort ins nächste Unfallspital, da eine Sepsis lebensbedrohlich ist! Auch Schmerzen, die mit einer Instabilität in einem Gelenk einhergehen (z.B. Schulterluxation) sollten vom Orthopäden oder Unfallchirurgen angesehen werden.
 

Extremitäten

"Notfälle" an den Extremitäten kommen meistens bei Unfällen vor und werden daher seltener in der Shiatsu-Praxis beobachtet. Es gibt aber auch Knochenbrüche, die sehr unscheinbar vonstattengehen. Spontanfrakturen bei Osteoporose wurden bereits weiter oben besprochen. Häufig sind Frakturen der Mittelfußknochen bei sportlicher Betätigung (Fußball). Ein Röntgen-Bild bei anhaltenden Schmerzen, eventuell auch mit Hämatom und Schwellung, ist sinnvoll.

Weiters könnte auch eine Beinvenenthrombose oder ein akuter Gefässverschluss beim/bei der Praktiker/in auffallen. Alarmzeichen:

 Druckschmerzhafter, geschwollener Unter- oder Oberschenkel
 Fußdehnungsschmerz
 Fehlen von Pulsen an den Füssen und weiß-livide Verfärbung der Zehen (arterieller Gefässverschluss) mit Schmerzen

 
Bauch/Abdomen

Verdauungsprobleme sind ebenfalls weit verbreitet und können mit Shiatsu und TCM häufig gebessert werden. (Obstipation, Diarrhöe). Es gibt jedoch auch Situationen, in denen ein Besuch beim Schulmediziner angeraten werden sollte.

Blutungen im Bauchraum bzw. Darm sind häufiger als gedacht. Viele ältere Menschen nehmen Schmerzmittel gemeinsam mit blutverdünnenden Substanzen und in dieser Kombination können gefährliche Blutungen entstehen. Blutige Stühle und Schmerzen im Bauch sollten in jedem Fall von einer chirurgischen Ambulanz gesehen werden. (Auch wenn sich häufig nur harmlose Hämorrhoiden dahinter verbergen).

Eine länger dauernde Verstopfung trotz der Einnahme von Abführmitteln kann Ausdruck eines so genannten Ileus (Darmverschluss) sein. Stuhlverhalt über 5 Tage (bei entsprechenden Beschwerden auch früher) indiziert ebenfalls einen Arztbesuch.

Unter einem akuten Abdomen versteht man rasch eintretende Schmerzen im Bauchraum mit Abwehrspannung der Bauchdeckenmuskulatur, Störungen der Darmtätigkeit und Fieber, im schlimmsten Fall mit Kreislaufschock. In diesem Fall sofort die Rettung rufen!

(Auch unter www.shiatsu-austria.at/einfuehrung/einfuehrung_72.htm nachzulesen;
Irrtümer vorbehalten)

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PRAXISRAUM ZUR MITBENÜTZUNG IN 1040 WIEN ZU VERMIETEN

Mag. Dr. Johannes Binder vermietet hellen, neu renovierten Praxisraum zur Mitbenützung (stundenweise): Topausstattung (Bambus-Parkettboden; Küchen- und Badmitbenützung); Zentrumsnähe (4. Bezirk.; U 1 Station Taubstummengasse).
 
Der Raum wird dzt. von einem Shiatsu Praktiker an einem halben Tag benützt - d.h. sehr flexible Zeiteinteilung ist noch möglich.
 
Informationen bei Mag. Dr. Johannes Binder: 0650 / 350 35 31 oder hannesbinder@hotmail.com

(Informationen gemäß Mail, Irrtümer vorbehalten)

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PRAXIS FÜR 1 TAG PRO WOCHE IN 1090 WIEN ZU VERMIETEN

Olivia Wollinger vermietet Ihre Praxis für einen Tag pro Woche (außer Freitag) und/oder Wochenende in 1090 Wien, Nähe U4 Rossauerlände, sehr schöne Gegend (Servitenviertel). Voll ausgestattete, saubere, sehr ruhige Praxis mit Praxisraum, Küche, Vorraum und Bad/WC (in Summe 35m2), ausgestattet mit zwei übereinanderliegenden Shiatsumatten (sehr angenehm für die Knie!), Sitzecke. Fotos gibt es auf www.aivilo.at.

Informationen unter: olivia.wollinger@aivilo.at

(Informationen gemäß Mail, Irrtümer vorbehalten)

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Viel Freude und Erfolg wünscht uns allen!
(c) Dr. Eduard Tripp (tripp@shiatsu-austria.at)
01. August 2010 (Irrtümer vorbehalten)

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© Dr. Eduard Tripp, A-1120 Wien, Schönbrunner-Schloss-Str. 21/8, Tel: +43 (1) 815 91 75, tripp@shiatsu-austria.at
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