Aus Vorarlberg hat der ÖDS die Nachricht erhalten, dass eine Shiatsu-Praktikerin von der Wirtschaftskammer aufgefordert wurde, Schröpfen und Moxibustion als angebotene Tätigkeiten von ihrer Website zu nehmen, da es sich dabei um keine (durch den Shiatsu-Gewerbeschein berechtigte) Tätigkeit handle.

Die Wirtschaftskammer hat sich dabei korrekterweise auf das in der Massage-Verordnung angeführte Ausbildungsprofil berufen, in dem weder Moxibustion noch Schröpfen angeführt sind. Die Shiatsu-Praktikerin aber hat, wie wohl viele andere Shiatsu-PraktikerInnen auch, diese Methoden im Zuge ihrer Shiatsu-Ausbildung erlernt und deshalb selbstverständlich sowohl angeboten als auch angepriesen.

Die Recherche hat zutage gefördert, dass das Gesundheitsministerium Moxibustion, Schröpfen und Gua Sha, sofern sie den (vorwiegend) ärztlichen Vorbehalt nicht verletzen, sehr wohl gewerblich angewendet werden können. Einer Anwendung dieser Methoden von PraktikerInnen der ganzheitlich in sich geschlossenen Systeme Shiatsu und Tuina steht damit nichts entgegen, so das Wirtschaftsministerium in einem Schreiben Ende Juni (GZ: BMWFW-30.599/0126-I/7/2017).