Die Presse schreibt auf ihrer Titelseite (7. September, http://diepresse.com/home/wirtschaft/economist/5081198/Gewerbe_Was-sich-aendern-muss?from=suche.intern.portal) über die notwendige Reform der Gewerbeordnung.

Vorschläge, so der Autor gibt es dazu zuhauf und die Regierung will schon im Herbst eine neue Gewerbeordnung vorlegen. Änderungen könnte das allerdings auch für Shiatsu-PraktikerInnen mit sich bringen, bestehen doch Pläne, Reglementierungen bei einer Anzahl von Gewerben aufzugeben, das Massage-Gewerbe könnte dazugehören.

Generell soll die Gewerbeordnung, so das Ziel der Regierung, vereinfacht werden. Dass der ursprüngliche Text schon 1859 verfasst wurde, macht sehr leicht verständlich, dass das Regelwerk heute kompliziert und unübersichtlich ist und mitunter die berufliche Realität nur uinzureichend erfasst.

Einer der Schritte in der Reform ist, dass es künftig nur noch einen Gewerbeschein für alle 440 freien Gewerbe geben soll. Dieses Vorhaben, so Die Presse, hat Aussicht auf Erfolg.

Der für Shiatsu-PraktikerInnen relevanteste Punkt ist allerdings die Reglementierung, die in Österreich etwa 80 Gewerbe betrifft. Vergleichsweise gibt es in Deutschland derzeit nur noch 41 statt vormals 94 regulierte Handwerke (für sechs ist eine Meisterprüfung erforderlich). Die Grüne Wirtschaft geht deshalb davon aus, dass man die Zahl der reglementierten Berufe auf etwa die Hälfte reduzieren könnte, der liberale Thinktank Agenda Austria empfiehlt überhaupt die strenge Reglementierung von lediglich 15 Gewerben - jene "deren Ausübung Mensch, Tier oder Umwelt gefährdet" - und alle anderen Gewerbe sollten freigegeben werden.