Pünktlich um 19 Uhr am 3. Oktober 2014 begann die zu diesem Zeitpunkt beschlussfähige ordentliche Generalversammlung des Österreichischen Dachverbandes für Shiatsu mit der Eröffnung durch die kooptierte Obfrau des Verbandes, Andrea Baumgartner.

Nach Genehmigung der Tagesordnung mit minimalen Änderungen und Bestätigung des Protokolls der außerordentlichen Generalversammlung vom 28. Mai, stellte Andrea den derzeitigen Vorstand mit den – teilweise neu festgelegten – Aufgabenbereichen vor:Aktuelles

  • Roberto Preinreich: Schulen-Vertreter, Kassier und Vorstandsmitglied seit Gründung des ÖDS
  • Eduard Tripp: Schulen-Vertreter, politisch-rechtlicher Vertreter auf österreichischer und europäischer Ebene und ebenfalls Vorstandsmitglied seit der Gründung 1993
  • Alexander Tavakoli: Schulen-Vertreter und unter anderem zuständig für rechtliche Fragen, die den Verband betreffen
  • Gabriele Seidl-Pass: PraktikerInnen-Vertreterin und zuständig für Themen der Öffentlichkeitsarbeit
  • Henriette Miklos: PraktikerInnen-Vertreterin und, gemeinsam mit Gabriele, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes
  • Kathrin Wohlfarter: Leider nicht persönlich anwesend und bis vor kurzem Obfrau des Verbandes. Sie legte aus gesundheitlichen Gründen ihre Tätigkeit als Obfrau während des vergangenen Jahres zurück, verblieb aber bis zur Generalversammlung als PraktikerInnen-Vertreterin im Vorstand
  • Andrea Baumgartner: PraktikerInnen-Vertreterin, übernahm mit dem Rücktritt von Kathrin die Funktion der Obfrau. Weitere Aufgaben sind die Betreuung und Bearbeitung von PraktikerInnen-Anträgen sowie bislang die Organisation der Shiatsu-Tage
  • Yeter Eksi: Schülerinnen-Vertreterin, betreut den Relaunch der Website
  • Birgit Fleissner: neue Schülerinnen-Vertreterin, die nach dem Ausscheiden von Gernot Souri, der seine Ausbildung beendet hat, in den Vorstand kooptiert wurde. Sie betreut seither – zusammen mit Yeter und Margot Fink – die Neukonzeptionierung und Gestaltung der Website

Anschließend bezog sich Andrea auf die außerordentliche Generalversammlung vom 28. Mai, in der die Erhöhung der Mitgliedsbeiträge beschlossen wurde, um eine zweite Bürokraft (neben Eva Höbel) finanzieren zu können:

  • Margot Fink: ihre Schwerpunkte sind – neben der generellen Unterstützung des Vorstandes bei Aufgaben, die von Eva nicht mehr zusätzlich bewältigt werden können –Öffentlichkeitsarbeit, die neue Homepage und ab 2015 die Organisation und Betreuung der Shiatsu-Tage

Abschließend bezog sich Andrea auch noch auf die Shiatsu-Tage 2014 (4 bis 12. Oktober), die zum Zeitpunkt der Generalversammlung unmittelbar bevorstanden und mit 88 Einträgen auf der Website www.shiatsu-tage.at wieder attraktive Angebote umfassten.

Der nächste Programmpunkt war der Antrag einer Statutenänderung, den Alex vorlegte und der einstimmig beschlossen wurde:

Um Aufwand und Kosten des Verbandes zu reduzieren, wie auch die zunehmende gesellschaftliche Entwicklung zu antizipieren, sollen künftig die Bekanntgabe von Terminen der Generalversammlung wie auch Einladungen zu diesen per Email ermöglicht werden. Der bisherige §9 (3) der Vereinsstatuten, in dem dies geregelt ist, soll wie nachfolgend abgeändert werden, wobei die bisherigen Fristen beibehalten wurden, einzig die (bevorzugte) Aussendung per Email festgeschrieben wird:Aktuelles

„Sowohl zu den ordentlichen wie auch zu den außerordentlichen Generalversammlungen sind alle ordentlichen, außerordentlichen und Ehrenmitglieder mindestens zwei Wochen vor dem Termin in elektronischer Form unter Angabe der Tagesordnung einzuladen. Die Bekanntgabe des Termins hat mindestens sechs Wochen vor dem Termin der Generalversammlung ebenfalls in elektronischer Form zu erfolgen. Die Einberufung erfolgt durch den Vorstand. Auf expliziten Wunsch eines Mitgliedes erfolgen die Einladung und Bekanntgabe des Termins weiterhin in schriftlicher Form.“

Festgehalten wurde zudem nochmals, dass die Information über diese Änderung (wenn diese von der Vereinsbehörde genehmigt wurde) wie bisher postalisch erfolgt und Mitglieder, die keinen Computer benutzen (wollen), damit die Möglichkeit haben, ihren Wunsch zu deponieren, weiterhin per Brief informiert zu werden bzw. etwaige Mailadressen-Änderungen bekannt zu geben.

Der Bericht des Kassiers Roberto wies Einnahmen in der Gesamthöhe von 139.347,98 Euro und Ausgaben in der Gesamthöhe von 128.856,17 Euro aus – und damit einen Überschuss für 2013 in der Höhe von 10.491,81 Euro (geringfügig über dem angestrebten Budgetentwurf, der von 9.663 Euro ausging).

  • Die größten Einnahmenposten waren Mitgliedsbeiträge (102.662.-), Kurse und Gebühren (33.630.-) sowie sonstige Einnahmen, wie z.B. T-Shirts (2925.-).
  • Auf der Ausgabenseite war der größte Posten „Werbung“, zu dem die Homepagebetreuung, die Shiatsu-Tage, das Shiatsu Journal und diverse PR-Aktionen zählen (39.757,37) , Personalaufwand Sekretariat (24.744,31), Ausbildungskosten wie Prüfungsbeisitz, Unternehmergründungs-Seminare, Hygiene-Kurse (23.824,60), Reisekosten wie zu den ESF-Tagungen (6.641,91) und Mitgliedsbeiträge, hier vor allem der ESF-Beitrag (14.571,50).

Anschließend stellte Roberto das Budget 2015 vor, das sich an die Budgets 2013 und 2014 anlehnt, aber die Veränderungen bei den Einnahmen durch die erhöhten Mitgliedsbeiträge und die höheren Sekretariatsausgaben berücksichtigt.

  • Den erwarteten Einnahmen von 147.904 Euro stehen die erwarteten Ausgaben in der Höhe von 140.579,97 Euro gegenüber – was einem prognostizierten Überschuss von 7.324,03 Euro entspricht.

Nach den Ausführungen von Roberto wurden das Budget einstimmig angenommen und der Vorstand und der Kassier – ebenfalls einstimmig – entlastet.

Neubesetzung des Vorstandes: Infolge des Rücktritts von Kathrin Wohlfarter in ihrer Funktion als Obfrau und des Ausscheidens von Gernot Souri infolge des Abschlusses seiner Shiatsu-Ausbildung wurde Andrea Baumgartner als neue Obfrau bis zur Generalversammlung vom Vorstand bestellt und Birgit Fleissner als SchülerInnen-Vertreterin in den Vorstand kooptiert. Beide Entscheidungen des Vorstandes wurden einstimmig bestätigt. Neue Obfrau-Stellvertreterin ist Gabriele Seidl-Pass.Aktuelles

Mit dem Ausscheiden von Kathrin zur Generalversammlung wurde auch die Neuaufnahme einer PraktikerInnen-VertreterIn erforderlich. Barbara Binder hat sich für diese Funktion angeboten und sich auch schon in einem Vorab-Treffen vorgestellt. Von der Generalversammlung wurde sie einstimmig als neues Mitglied des Vorstandes aufgenommen:

Barbara ist seit zwei Jahren Shiatsu-Praktikerin in Niederösterreich, seit kurzem in Wien in der Shiatsulehrer-Ausbildung und hat zwei Kinder. Ihre Motivation im Vorstand mitzuarbeiten entspringt ihrem Wunsch, „Shiatsu, von dem sie viel bekommen hat, etwas zurückzugeben“.

Nach Abschluss der organisatorischen Notwendigkeiten präsentierten Gabriele und Henriette Rückblende und Perspektiven im ÖDS, die den Bogen spannte vom (bisherigen) Nutzen einer Mitgliedschaft im ÖDS bis hin zu den teilweise noch visionären Zielen für die Zukunft:

  • Zielsetzungen für 2014 bis 2016: Insbesondere den Nutzen einer Mitgliedschaft transparent machen, erhöhen und darüber auch neue Mitglieder gewinnen
  • Was seit der außerordentlichen Generalversammlung im Mai schon umgesetzt wurde: klarere Aufgabenverteilung im Vorstand, Verstärkung des administrativen Teams, Kooperationen und Vergünstigungen für Mitglieder, Newsletter, Medienpräsenz, interner Website-Zugang auch für SchülerInnen …
  • Was weiterhin geschehen soll: unmittelbare Information der Mitglieder, Neugestaltung der Website …

Drei Themenkreise, die von Henriette und Gabriele präsentiert wurden, haben etwas mehr Platz eingenommen:

  • Die Fertigstellung der neuen Website, so Yeter, verzögert sich auf Grund ihrer Komplexität noch (gehofft wurde ursprünglich auf eine Präsentation bei der Generalversammlung). Die Selbstverwaltung der persönlichen Daten  soll beispielsweise auch dazu beitragen, dass die Mitglieder verlässlich erreicht werden können und dass sie künftige Services, wie z.B. eine Bestätigung der Weiterbildung, einfach in Anspruch nehmen können.
  • Die Weiterbildungsverpflichtung (40 Stunden in fünf Jahren) wurde mit der Novelle der Massage-Verordnung 2009 gesetzlich fixiert und zugleich wurde damals vom Gesetzgeber festgelegt, dass die Magistrate die Einhaltung derselben zu überprüfen haben. Im schlimmsten Fall kann die Nichterfüllung der Weiterbildung sogar zum Gewerbeentzug führen.
  • Der ÖDS hat auf Basis dieser Gesetzeslage schon früh Weiterbildungs-Richtlinien erarbeitet und 2010 beschlossen. Die erfüllte Weiterbildung seiner Mitglieder weist er auf seiner Mitgliederliste („grünes Hackerl“) aus und überprüft auch in Kooperation mit der SVA, ob die Weiterbildung als Voraussetzung für die Kooperation beim Gesundheitshunderter erfüllt wurde.
  • Mit Ablauf der ersten fünf Jahre seit dem In-Kraft-Treten der Novelle der Massage-Verordnung haben die Magistrate in Einzelfällen mit der Überprüfung der Erfüllung der Weiterbildung begonnen. Eduard hat für den Verband Kontakt mit Verantwortlichen aufgenommen und die Anliegen des Dachverbandes vorgetragen:
    • die Weiterbildungsrichtlinien als Expertenvorschlag für die Überprüfungen, und
    • für seine Mitglieder zu erreichen, dass die Bestätigung des Dachverbandes über die Erfüllung der Weiterbildungsanforderungen von den Behörden anerkannt wird (diese soll in Zukunft nach Überprüfung der eingereichten Dokumente direkt über die neue Homepage ausdruckbar sein).
    • In der Woche vor der Generalversammlung hat ein bundesweites Treffen der Verantwortlichen der Landesregierungen stattgefunden, in das der Vorschlag des ÖDS eingebracht wurde. Sobald konkrete Informationen bzw. Ergebnisse vorliegen, wird der Verband seine Mitglieder umfassend informieren.

Zur Wirtschaftskammer-Wahl 2015 berichtete Peter Ecker, Innungsmeisterin-Stellvertreter in Wien, Mandatar der Grünen Wirtschaft und Ehrenmitglied des ÖDS, über die Sinnhaftigkeit und – berufspolitisch betrachtet – Notwendigkeit, Verantwortung zu tragen für einen starken Berufsverband und damit für Shiatsu als einen „Beruf mit Zukunft“. Und auch die Möglichkeiten einer starken Massage-Vertretung in den Innungen zu nutzen.

  • Masseure machen in Wien etwa die Hälfte der Mitglieder der Innung der Fußpfleger, Kosmetiker und Masseure aus, Maßnahmen für sie – und für Shiatsu – finden allerdings nur spärlich statt. Eine starke Massage/Shiatsu-Lobby könnte hier, so Peter, einiges bewegen.

[Nachträgliche Ergänzung: Der von Peter angedachte Vorschlag, auf dem Wahlzettel den Wunsch nach Vertretung von „Masseuren“ anzugeben, stellte sich nach Rückfrage als nicht wahlkonform heraus. Es ist zwar möglich, einer Person eine Vorzugsstimme zu geben, nicht aber einer Berufsgruppe]

  • Positiv zu erwähnen ist, so Peter, aber auch, dass er und Eduard, der auch Ausschussmitglied der Wiener Innung ist, im letzten Jahr durchaus Aufmerksamkeit auf Shiatsu lenken konnten. So erschien vor dem Sommer ein Shiatsu-Artikel in der Wiener Innungszeitung, und von der Innung wurde ein Massagefilm produziert, in dem auch Shiatsu Platz eingeräumt wurde (allerdings wurde der ursprüngliche Entwurf, den Peter maßgeblich vorangetrieben hatte, dann leider doch noch ohne Absprache verändert).

Und auch ein kleiner, vorsichtiger Ausblick in die nahe Zukunft fand in der Präsentation noch Raum: Informationen zu Shiatsu auf den Berufs-Info-Tagen in Wien, Aussendungen auch an Nicht-Mitglieder, Newsletter-Neugestaltung, Transparenz bzgl. der Pressearbeit, ein Rahmenprogramm für die Generalversammlung 2015, Informationen zur Wirtschaftskammer-Wahl im Frühjahr …

Anträge gab es keine, wohl aber Anregungen: den Beginn der Generalversammlung früher anzusetzen, Generalversammlungen auch wieder in den Bundesländern abzuhalten oder auch um Anmeldung für die Generalversammlung zu bitten, um den Umfang des Buffets besser abschätzen zu können.

Andrea schloss die Sitzung um 20.50 Uhr mit einem „großen Danke“ an Kathrin (in Abwesenheit) und an alle Anwesende für die konstruktive Sitzung.