Die Methode der Posturalen Integration ("Haltungsintegration" vom lateinischen Wort "postura": Haltung) wurde von Jack Painter in den siebziger Jahren in den USA entwickelt und basiert auf einer Synthese von tiefer Bindegewebsarbeit mit Atem- und Energiearbeit. Der Ansatz der Posturalen Integration (PI) beruht auf drei Ebenen:

  • der körperlichen Ebene durch die manuelle Arbeit am Bindegewebe, um muskuläre Spannungen und Blockaden zu lösen;
  • der energetischen Ebene durch Aktivierung und Verstärkung der Atmung und durch die Anregung des Stoffwechsels; sowie
  • der psychischen Ebene durch den Ausdruck aufsteigender Gefühle (Einsatz von Stimme und Körperhaltung) und der Unterstützung diese neu zu integrieren.

Vom theoretischen und praktischen Hintergrund her verbindet die Posturale Integration verschiedene, in der Tradition von Wilhelm Reich stehende Ansätze der Humanistischen Psychologie, die strukturelle Körperarbeit in der Tradition von Ida Rolf (Rolfing) und die chinesische Meridianlehre. Die Verbindung von Atembefreiung und Lockerung des Bindegewebes unterstützt das Loslassen festgehaltener Lebenseinstellungen und unausgedrückter Gefühle, wobei auch die seelisch-geistigen, transpersonalen und sozialen Lebensbezüge einbezogen werden.

Die Posturale Integration wird in einer Serie von zehn bis zwanzig Sitzungen von 1 bis 1 1/2 stündiger Dauer gegeben, wobei - im Unterschied etwa zur klassischen westlichen Massage - durchaus die aktive Mitarbeit der KlientIn (etwa durch bestimmte Bewegungen, einer vertieften Atmung u.ä.m.) erforderlich ist.


Ausbildung zum Certified Postural Integrator

Die Ausbildung zum "Certified Postural Integrator" dauert etwa 2 1/2 Jahre. Darauf aufbauend erweitern "Advanced Trainings" die Behandlungsmöglichkeiten.