Shiatsu-LehrerInnen ("qualified teacher") tragen die Verantwortung für Ausbildungskurse, Ausbildungsabschnitte u.ä.m. Shiatsu-SchulleiterInnen ("qualified senior teacher") ist es vorbehalten, Shiatsu-Ausbildungen anzubieten und die Verantwortung für die komplette Ausbildung (inhaltlich wie auch methodisch und in Hinblick auf eine Evaluierung der zukünftigen Shiatsu-PraktikerIn) zu tragen.

Die Einhaltung sämtlicher geltender Rechte sowie Richtlinien des Österreichischen Dachverbandes für Shiatsu sind für Shiatsu-LehrerInnen und -SchulleiterInnen verpflichtend.

Shiatsu-LehrerInnen ("qualified teacher")

 LehrerInnen-Ausbildung an einer anerkannten Shiatsu-SchuleLehrerInnen-Ausbildung außerhalb oder nur teilweise in einer anerkannten Shiatsu-Schule
VoraussetzungShiatsu-PraktikerIn mit ÖDS-Diplom1Shiatsu-PraktikerIn mit ÖDS-Diplom1
Ausübungsberechtigunggemäß den geltenden gesetzlichen Kriterien2gemäß den geltenden gesetzlichen Kriterien2
Mindestdauer3 Jahre3 Jahre
Shiatsu-Praxis1000 Stunden (500 davon dokumentiert3)1000 Stunden (500 davon dokumentiert3
Assistenz400 Stunden4---
Weiterbildung50 Stunden4---
Teilnahme, Assistenz und/oder Weiterbildung---450 Stunden5
Leitung von Übungseinheiten100 Stunden---
Eigenständiger Unterricht100 Stunden6300 Stunden6
Leitung von Übungseinheiten und/oder eigenständiger Unterricht100 Stunden4 6---
Begleitende Supervisioninnerhalb der Schule7---
Externe Supervision20 Stunden8,1530 Stunden8
Didaktik und Pädagogik---30 Stunden9
Gruppendynamik und Selbsterfahrung50 Stunden1050 Stunden10
Shiatsu-Selbsterfahrung15 Stunden1115 Stunden11
Befürwortungdurch ausbildende Schule (mit Begründung)durch 3 ÖDS anerkannte LehrerInnen (mit Begründung)
Abschluss-Arbeitmindestens 40 Seiten12mindestens 40 Seiten12
Antragan den ÖDS mit entsprechenden (ausführlichen) Unterlagen13an den ÖDS mit entsprechenden (ausführlichen) Unterlagen13
Kommissionelle PrüfungInhalte sind die geltenden Rechtsgrundlagen, ÖDS-Richtlinien und EthikInhalte sind die geltenden Rechtsgrundlagen, ÖDS-Richtlinien und Ethik



Shiatsu-SchulleiterInnen ("qualified senior teacher")

 SchulleiterInnen-Ausbildung außerhalb oder nur teilweise in einer anerkannten Shiatsu-Schule
VoraussetzungShiatsu-LehrerIn (qualified teacher) mit ÖDS-Diplom1
Ausübungsberechtigunggemäß den geltenden gesetzlichen Kriterien2
Mindestdauermindestens 2 Jahre
Shiatsu-Praxis500 Stunden (250 davon dokumentiert3)
Eigenständiger Unterricht200 Stunden6
Externe Supervision20 Stunden8
Gruppendynamik und Selbsterfahrung50 Stunden10
Shiatsu-Weiterbildung50 Stunden4
Shiatsu-Selbsterfahrung15 Stunden11
Abschluss-Arbeit mindestens40 Seiten12
Antragan den ÖDS mit entsprechenden (ausführlichen) Unterlagen13
Kommissionelle PrüfungInhalte sind die geltenden Rechtsgrundlagen, ÖDS-Richtlinien und Ethik14


Alle Unterlagen zum Antrag für die Anerkennung als Shiatsu-LehrerIn (qualified teacher) bzw. Shiatsu-SchulleiterIn (qualified senior teacher) sind mit dem Antrag an den Österreichischen Dachverband für Shiatsu zu schicken.

Für Ansuchende, die mit ihrem Shiatsu-Unterricht schon deutlich vor dem In-Kraft-Treten der vorliegenden Regelungen begonnen haben bzw. ihre Unterrichtserfahrung im Ausland erworben haben (oder sonstige Umstände vorliegen, dass die vorliegenden Kriterien nicht voll inhaltlich angewendet werden können), hat der Vorstand das Recht, individuell über den Antrag zu entscheiden.

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[1] Oder ein entsprechender Ausbildungsnachweis.
[2] Gemäß den Richtlinien des Wirtschaftsministeriums vom 27. April 1999 (GZ.: 30.599/90-III/AI/99) und der Massage-Verordnung vom 28. Jänner 2003 (68. Verordnung des Bundesministers für Wirtschaft und Arbeit über die Zugangsvoraussetzungen für das reglementierte Gewerbe der Massage, Bundesgesetzblatt Teil II Nr. 68/2003)
[3] Z.B. sollen darin enthalten sein: genaue Anamnese, relevante Symptome, Erscheinungsbild, Körperhaltung, eventuell Zeichnungen, diagnostische Techniken, energetisches Bild, Behandlungsplan, Sitzungsverlauf, Reaktionen etc. Aus Gründen des Datenschutzes sollen die Protokolle anonymisiert sein. Die für die Anerkennung als Shiatsu-TrainerIn erforderlichen 500 Behandlungsprotokolle können für das Ansuchen zu Shiatsu-LehrerIn angerechnet werden.
[4] Bei Assistenz und Weiterbildung geht es um einen Querschnitt durch das gesamte Ausbildungscurriculum des Österreichischen Dachverbandes für Shiatsu (ÖDS). Im Falle von nicht vom ÖDS anerkannten Schulen bzw. LehrerInnen hat der ÖDS das Recht, die Lehrinhalte und die Qualität des Unterrichtes zu überprüfen und entsprechend den Ergebnissen der Überprüfung die beantragten Stunden anzuerkennen oder auch abzulehnen. Bei der schulinternen Ausbildung können nach Absprache mit der Ausbildungsleitung auch „externe Ausbildungsteile“ (an anderen Schulen, bei anderen LehrerInnen) angerechnet werden. Teilnahme bedeutet sich inhaltlich nicht in den Unterricht einbringen („Hospitieren“), den Inhalt und Ablauf der Kurse/Seminare zu protokollieren und den jeweiligen Lehrer gegebenenfalls in allgemeinen Aufgaben zu unterstützen. Die Intention der Teilnahme ist es, das Wissen in den entsprechenden Fachgebieten zu vertiefen. Assistenz bedeutet insbesondere die Beobachtung des Unterrichtsablaufes und die Mitbetreuung von Schülern und Lehrern, wobei die Initiative auf Aufforderung des jeweiligen Lehrers bzw. in Absprache mit ihm erfolgt). Inhalt und Ablauf der Kurse/Seminare und der erfolgten Assistenz muss protokolliert werden. Die Intention der Assistenz ist das Einfinden in die zukünftige Verantwortung als eigenständiger Shiatsu-Lehrer.
[5] Im Unterschied zum schulinternen Weg, der 400 Stunden Assistenz und 50 Stunden Weiterbildung vorschreibt, können im schulunabhängigen Weg wahlweise Assistenz und/oder Weiterbildung im erforderlichen Ausmaß absolviert werden.
[6] Der eigenständige Unterricht soll einen Querschnitt durch das gesamte Ausbildungscurriculum des Dachverbandes umfassen – Inhalte aller drei Ausbildungsjahre sollen zu etwa gleichen Teilen unterrichtet werden. Als Unterricht anerkannt werden: - Ausbildungsteile innerhalb einer Shiatsu-Schule (ganze Kurse, Teile von Kursen ...), - eigenständige Kurse innerhalb der Ausbildung in der Shiatsu-Schule und - eigenständige Kurse außerhalb der Shiatsu-Schule. Bei der Ausbildung außerhalb (oder nur teilweise innerhalb) einer anerkannten Shiatsu-Schule („schulexterner Weg“) können 100 der insgesamt 300 erforderlichen Unterrichtsstunden „niederschwellig“ sein (d.h. für Laien und sonstige Interessierte wie z.B. Einführungskurse). Die restlichen 200 Stunden müssen „hochschwellig“ (im Sinne eines berufs- oder weiterbildenden Unterrichtes). Der Unterricht muss beim schulexternen Weg nachvollziehbar dokumentiert werden (Unterrichtsaufbau, Inhalte, Verlauf etc.). Es wird empfohlen, vorab mit dem ÖDS über Umfang und Inhalt der Unterrichtsmodule in Hinblick auf die Anerkennung Rücksprache zu halten.
[7] Beinhaltet auch die Entwicklung von spezifischen Lehr- und Lernstrategien für Schüler, Schulung von unterstützendem Feedback, Beisitz von Prüfungen u.ä.m.
[8] Bei anerkanntem Supervisior (siehe Beschluss vom 28. 4. 2004: Supervision im Verständnis des ÖDS).
[9] Vortragstechniken, Unterrichtsaufbau etc.
[10] Erfahrung im Erkennen von und Umgehen mit gruppendynamischen und persönlichen Prozessen
[11] Bei PraktikerIn mit ÖDS-Diplom.
[12] Format: 12pt, Zeilenabstand: 1,5 (Inkl.: Inhalts-, Abbildungs- und Literatur-Verzeichnis). Das Thema der Abschluss-Arbeit soll vorweg mit dem ÖDS abgesprochen werden.
[13] Inklusive einer Beschreibung des Werdeganges.
[14] Die Prüfung kann entfallen, wenn sie schon im Zuge der LehrerInnen-Ausbildung absolviert wurde und nicht länger als fünf Jahre zurückliegt.
[15] 10 der 20 Supervisionsstunden können als "praktische Überprüfung" bei einer SchulleiterIn (qualified senior teacher) freier Wahl absolviert werden. Die verbleibenden 10 Supervisionsstunden müssen, wie am 28. April 2004 beschlossen, bei einer anerkannten SupervisorIn absolviert werden.