Shiatsu-Schulen, die die nachfolgenden Qualitätsstandards für Shiatsu-Schulen im Österreichischen Dachverband für Shiatsu (ÖDS) erfüllen, sind berechtigt das Prädikat „gemäß (nach, entsprechend…) den Richtlinien des ÖDS“ bzw. „gemäß (nach, entsprechend…) den Richtlinien (Kriterien…) des Österreichischen Dachverbandes für Shiatsu“ – oder eine ähnliche Formulierung – zu führen und - bei Mitgliedschaft im Dachverband - die Qualitätsmarke des ÖDS mit dem Beisatz "certified school" zu verwenden.

  • Die Kriterien der Massage-Verordnung vom 28.Jänner 2003 (BGBl. II Nr. 68/2003) und 2009 (BGBl. II Nr. 135/2009) und die erweiterten Ausbildungsrichtlinien des ÖDS (Ausbildungsinhalte in ihrer jeweils aktuellen Fassung) werden erfüllt.
  • Die Ausbildung wird durch eine vom ÖDS anerkannte SchulleiterIn (qualified senior teacher) geleitet.
  • Der qualifizierte Unterricht erfolgt gemäß den Qualitätsstandards des ÖDS, wobei mindestens ein Drittel der Shiatsu-relevanten Unterrichtsstunden1 (mindestens 180 Stunden) von einer/m oder mehreren Unterrichtenden mit Schulleiter-Status (die Anerkennung des SchulleiterInnen-Status - qualified senior teacher - durch den ÖDS gemäß den geltenden Kriterien der SchulleiterInnen-Ausbildung muss gegeben sein) und mindestens ein weiteres Drittel der Shiatsu-relevanten Unterrichtstunden von einer/m oder mehreren Unterrichtenden mit LehrerInnen-Status (die Anerkennung des LehrerInnen-Status - qualified teacher - durch den ÖDS gemäß den geltenden Kriterien der LehrererInnen-Ausbildung muss gegeben sein) geleitet wird.
  • Sämtliche rechtlichen Vorgaben wie auch Richtlinien des ÖDS werden eingehalten.
  • Shiatsu-Schulen im ÖDS zeichnet eine demokratische Struktur im Sinne des ÖDS aus. Für Anliegen von SchülerInnen und für den Kommunikationsfluss zwischen der jeweiligen Schule und dem Dachverband (auch im Sinne der Vertretung von Anliegen der SchülerInnen in Vorstand und Generalversammlung des ÖDS) gibt es eine von den SchülerInnen gewählte SchülerInnen-VertreterIn (und, wenn möglich, eine Stellvertreterin, einen Stellvertreter).
  • Shiatsu-Schulen im ÖDS sorgen für aktuelle Informationen ihrer SchülerInnen über geltende berufliche und rechtliche Richtlinien und Entwicklungen sowie für aktuelle Informationen über den ÖDS und seine Arbeit.

DV Logo SchuleAusschließlich Shiatsu-Schulen im ÖDS sind berechtigt, das Prädikat „gemäß (nach, entsprechend…) den Richtlinien (Kriterien…) des ÖDS“ bzw. „gemäß (nach, entsprechend…) den Richtlinien (Kriterien…) des Österreichischen Dachverbandes für Shiatsu“ – oder eine ähnliche Formulierung – zu führen. Shiatsu-Schulen, die nicht alle Kriterien nachvollziehbar über einen entsprechend langen Zeitraum erfüllen (oder wenn sonstige Umstände gegen eine Aufnahme als „Shiatsu-Schule im ÖDS“ sprechen), können vom Vorstand als Shiatsu-Schule „im Beobachtungsstatus“ eingestuft werden.

Shiatsu-Schulen im Beobachtungsstatus“ sind verpflichtet ihren Status in entsprechenden Veröffentlichungen und Darstellungen (z.B. Homepage im Internet) klar und deutlich darzustellen. Auch auf der Schulliste des ÖDS wird der Beobachtungsstatus einer Shiatsu-Schule als solcher deutlich angeführt.

  • Absolventen von „Shiatsu-Schulen im Beobachtungsstatus“ müssen eine kommissionelle Prüfung des ÖDS absolvieren. Bei positivem Abschluss des vom Vorstand festgesetzten Beobachtungszeitraumes und wenn keine gewichtigen Umstände gegen die Aufnahme durch den Vorstand sprechen, endet der Aufnahmestatus und die Schule wird als „Shiatsu-Schule im ÖDS“ aufgenommen. Bei negativem Abschluss oder wenn gewichtige Gründe gegen die Aufnahme als „Shiatsu-Schule im ÖDS“ sprechen, kann der Vorstand den Beobachtungsstatus verlängern oder aber – bei schwerwiegenden Vorbehalten – den Status als „Shiatsu-Schule im Beobachtungsstatus“ auch aberkennen.
  • Über die Aufnahme als „Shiatsu-Schule im ÖDS“ bzw. als „Shiatsu-Schule im Aufnahmestatus“ entscheidet der Vorstand. Bei Nichterfüllung der Qualitätskriterien des ÖDS, bei Zweifeln an der Qualität der Ausbildung und/oder dem ÖDS-konformen Auftreten der ansuchenden Schule (wie auch ihrer LeiterInnen und LehrerInnen) in der Öffentlichkeit kann der Vorstand das Ansuchen auch ohne Angabe von Gründen ablehnen.
  • Anbieter von Shiatsu-Kursen oder -Ausbildungen, die kein Aufnahmeansuchen an den ÖDS gestellt haben oder deren Aufnahme als „Shiatsu-Schule im ÖDS“ wie auch als „Shiatsu-Schule im Beobachtungsstatus“ vom Vorstand abgelehnt wurde, werden vom ÖDS nicht als qualifizierte Anbieter auf ihrer Schulliste geführt oder empfohlen. Sie sind nicht berechtigt, das Qualitätsprädikat „gemäß (nach, entsprechend…) den Richtlinien (Kriterien…) des ÖDS“ bzw. „gemäß (nach, entsprechend…) den Richtlinien (Kriterien…) des Österreichischen Dachverbandes für Shiatsu“ – oder eine ähnliche Formulierung – zu führen.
  • Im Falle von Verstößen gegen gesetzliche Vorgaben oder auch Richtlinien des ÖDS (hierzu gehören auch unlauterer Wettbewerb, unlautere Werbung u.ä.m.) kann der Vorstand des ÖDS, ebenso wie bei schwerwiegenden Zweifeln an der Qualität der Ausbildung oder dem Gebaren in der Öffentlichkeit (wie auch ihrer LeiterInnen und LehrerInnen) einer Shiatsu-Schule den Status als „Shiatsu-Schule im ÖDS“ bzw. als „Shiatsu-Schule im Beobachtungsstatus“ aberkennen.

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[1]  Die Zahl der Shiatsu-relevanten Stunden wird mit 540 Stunden festgesetzt (700 Stunden des Gesamtcurriculums abzüglich 50 Stunden Pathologie, 15 Stunden Erste Hilfe, 15 Stunden Hygiene, 60 Stunden Anatomie und 20 Stunden Begleitende Gesprächsführung).