Shiatsu-Ausübende, die ihre Ausbildung an einer ÖDS-anerkannten Schule absolvierthaben

 Das Dachverbands-Diplom bekommt man ganz einfach nach dem Abschluss der Ausbildung, indem man eine Kopie des Abschluss-Diploms (detaillierte Bestätigung der Ausbildung) der Schule zusammen mit einem Ansuchen und den Bestätigungen über Erste Hilfe und Hygiene an den Dachverband schickt. Das Ansuchen wird daraufhin überprüft, und (wenn die Bestätigung erfolgt) das Diplom ausgestellt.

  • Ansuchende, die ihre Abschlussprüfung nach dem 1. 1. 2004 in einer österreichischen Shiatsu-Schule mit kommissionellen Beisitz oder aber eine kommissionelle Prüfung beim Dachverband ablegen (bzw. abgelegt haben) und sind die letzten zwei Jahre Mitglied im ÖDS waren, erhalten ihr Diplom ohne weitere Kosten.
  • Alle anderen Ansuchenden erhalten das Dachverbands-Diplom nach der Überweisung der ÖDS-Gebühr.

 
Shiatsu-Ausübende, die ihre Ausbildung an einer vom Dachverband nicht anerkannten Shiatsu-Schule gemacht haben

  • Ist die Schule beim Dachverband nicht anerkannt, muss eine detaillierte Auflistung über Lehrinhalte, Anzahl der Unterrichtsstunden, Dauer der Ausbildung, Anzahl der Protokolle, diverse Bestätigungen über Schulbesuch und Selbsterfahrung, sowie ein etwaiger Praxisnachweis erbracht werden.
  • Entspricht dies den Ausbildungskriterien des Dachverbandes, kann der/die Ansuchende zur kommissionellen Prüfung zugelassen werden. Ist dies nicht der Fall, können fehlende Teile an einer vom Dachverband anerkannten Shiatsu-Schule nachgeholt werden.

 
Shiatsu-Ausübende, die ihre Ausbildung im Ausland absolvierthaben

  • Ist die ausbildende Schule beim jeweiligen Landes-Dachverband anerkannt und wurde die Echtheit des Schul-Diploms überprüft (Rückfrage des Dachverbandes bei der jeweiligen Schule), kann ein Dachverbands-Diplom ausgestellt werden.
  • Ist die Schule beim jeweiligen Landes-Dachverband nicht anerkannt, muss eine detaillierte Auflistung über Lehrinhalte, Anzahl der Unterrichtsstunden, Dauer der Ausbildung, Anzahl der Protokolle, diverse Bestätigungen über Schulbesuch und Selbsterfahrung, sowie ein etwaiger Praxisnachweis erbracht werden. Entspricht dies den Ausbildungskriterien des Dachverbandes, kann der/die Ansuchende zur kommissionellen Prüfung zugelassen werden. Ist dies nicht der Fall, können fehl nde Teile an einer vom Dachverband anerkannten Shiatsu-Schule nachgeholt werden.
  • Anmerkungen: Die Regelung der grundsätzlichen gegenseitigen Anerkennung der Shiatsu-Ausbildungen gilt derzeit zwischen dem Österreichischen Dachverband für Shiatsu, der Schweizer Gesellschaft für Shiatsu (SGS), der Deutschen Gesellschaft für Shiatsu (GSD) und dem italienischen Dachverband FIS. Sinngemäß gelten auch hier die Anmerkungen zu Punkt 1 und 2.

 
Shiatsu-Ausübende, die ihre Ausbildung an einer vom Dachverband anerkannten Shiatsu-Schule (ohne Schul-Diplom) beendet haben und auf Grund z.B. eines Konfliktes um eine kommissionelle Prüfung ansuchen

  • Vor der Zulassung zur kommissionellen Prüfung soll der/dem Ansuchenden das Konfliktmanagement des Dachverbandes nahegelegt werden. Werden die Ausbildungskriterien des Dachverbandes erfüllt und sollte das Konfliktmanagement zu keiner entsprechenden Lösung führen oder wird von der/dem Ansuchenden ausdrücklich abgelehnt, so kann die Qualifikation des/der Ansuchenden auf ausdrücklichen Wunsch durch eine kommissionelle Prüfung, die der spezifischen Ausbildung des/der Ansuchenden angepasst ist, überprüft werden.

 
Prüfungskommission

  • Die Prüfungskommission besteht aus drei vom Dachverband anerkannten Lehrern (Prüfern) und ist so weit wie möglich der spezifischen Ausbildung des/der zu Prüfenden angepasst.
  • Im Falle von Befangenheit hat der Prüfer / die Prüferin das Recht und die Pflicht, dies kundzutun. Ersatzweise tritt dann ein anderer Prüfer, eine andere Prüferin an seine/ihre Stelle.
  • Im Falle von Konflikten zwischen dem/der zu Prüfenden und einem Prüfer / einer Prüferin hat der/die zu Prüfende das Recht, einen Prüfer, eine Prüferin als befangen abzulehnen. Ersatzweise tritt dann ein anderer Prüfer, eine andere Prüferin an seine/ihre Stelle.
  • Zu den kommissionellen Prüfungen wird auf ausdrücklichen Wunsch des/der zu Prüfenden ein Praktiker-Vertreter, eine Praktiker-Vertreterin als neutraler Beobachter zugezogen.
  • Anmerkung: Genaue Kriterien (und Vorgangsweisen) für die Ablehnung eines Prüfers, einer Prüferin sind noch nicht festgelegt und obliegen der Entscheidung des Vorstandes..