Die chinesische Schrift hat sich heutigen Forschungen zufolge Anfang des zweiten Jahrtausends vor Christi Geburt entwickelt. Den Beginn bildeten vermutlich Symbole, die Wahrsager in Orakelknochen schnitzten. Daraus entwickelten sich etwa 3.500 Zeichen, die anfangs vor allem auf Knochen und Bronzegefäßen festgehalten wurden. Um etwa 1000 vor Christi begann man mit Schreibpinsel auf Bambustäfelchen zu schreiben, ab dem 2. Jahrhundert vor Christi auf Seide und ab 105 nach Christi Geburt auf Papier.

Ursprünglich stellte jedes Zeichen ein Wort dar. Doch schon bald kam ein lautangebendes Element dazu, um Begriffe wiederzugeben, die sich bildlich nicht ausdrücken lassen. Da sich schließlich viele Zeichen ähnelten, wurden den Zeichen um 213 vor Christi neue Striche hinzugefügt, um die Gefahr der Zweideutigkeit zu verringern. Diese so reformierte Schrift bildet bis heute die Grundlage des Schriftchinesisch (und war auch die Basis für die Japanische Schriftsprache).

Die erste gebräuchliche lateinische Transkription für chinesische Ausdrücke und Namen war die Umschrift nach Wade-Giles, die mittlerweile durch die in der Volksrepublik China amtlich anerkannte Hanyu Pinyin-Umschrift ersetzt wurde..

Animierte chinesische Schriftzeichen (zum Erlernen der Sprache) finden sich unter http://www.ocrat.com/ocrat/chargif.