Die Fortbildung zum Diplom der Österreichischen Ärztekammer für Akupunktur wurde 1986 einfgeführt, dauert zumindest 18 Monate und umfasst insgesamt 140 Stunden (davon 100 Stunden Theorie sowie 40 Stunden Praxisseminare). Die Lehrinhalte sind:


Naturwissenschaftliche Grundlagen der Akupunktur

  • Neurale Mechanismen
  • Gate-control-Theorie
  • Deszendierende Hemmung
  • Sympathicus-Wirkung
  • Segmentale Wirkung (Head, MacKenzie)
  • Neurohumorale Mechanismen (Serotonin, Endorphin u. a. Neurotransmitter)
  • Klinische Wirkungen der Akupunktur (analgetische, vegetativ-reflektorische, motorische und immunmodulierende)
  • Charakteristika der Akupunkturpunkte (Hautwiderstand, Morphologie)
  • PSC Propagated Sensation along Channels (De Qi)


Allgemeiner Teil

  • Das System der traditionellen chinesischen Medizin
  • Yin und Yang als Homöostase-Prinzip (bzw. Fließgleichgewicht) und Entsprechungen auf funktioneller und morphologischer Ebene
  • Integration der Akupunktur in die moderne Medizin
  • Das Entsprechungssystem der fünf Funktionskreise bzw. Wandlungsphasen


Physiologie und Pathophysiologie in der traditionellen chinesischen Medizin

  • Grundlegende Überlegungen zu Qi
  • Bioklimatische pathogene Faktoren
  • Chronobiologie am Beispiel der Organ-Uhr
  • Die 12 Hauptmeridiane (6 Doppelmeridiane)
  • Die außerordentlichen Meridiane
  • Grundzüge der traditionellen chinesischen Diagnostik (Anamnese, Hören, Sehen, Tasten, Riechen)
  • Die „8 Regeln" und ihre therapeutische Anwendung (Innen/Außen, Kälte/Hitze, Fülle/Leere, Yin/Yang)
  • Konstitution, Kondition und Akupunktur


Techniken der Akupunktur

  • Vorbereitung der Behandlung
  • Lagerung
  • Nadelmaterial, Dicke und Länge der Akpunkturnadeln
  • Einstichtechnik, Stimulationstechnik Sterilisationsverfahren, Einmalnadeln, Infektionsrisiken
  • Komplikation und Nebenwirkungen der Akupunktur (Infektionen, Verletzungen von organischen Strukturen [gefährliche Punkte], Kollaps, Ermüdung, Schmerzempfinden bei der Nadelung, Verschlimmerung der Beschwerden)


Systematik der Punkte und Meridiane

  • Verläufe der 12 Hauptmeridiane sowie LG (Gouverneur, Du Mai) und KG (Konzeptionsgefäß, Ren Mai)
  • Die Bedeutung der Meridiane für Funktion und Therapie Funktion und Anwendungsbereich
  • besonderer Punkte (Meisterpunkte, Konfluenzpunkte)
  • Methoden der Punktlokalisation
  • Lokalisation und Indikationen wichtiger Punkte


Grundlagen zur chinesischen Ernährung