• Der Atem in der Arbeit mit Shiatsu (Eduard Tripp)

    Im Normalfall, soweit ich die verschiedenen Stile hier in Österreich (und ein wenig angrenzend) kenne, wird in Shiatsu-Sitzungen selten direkt mit der Atmung gearbeitet – nur indirekt, zum Beispiel über das Ansprechen des Systems Lunge oder über eine entspannte Ruhe, die sich durch die Behandlung einstellt, und der Atmung die Möglichkeit gibt, vom Bewusstsein unkontrolliert zu fließen und den ihr adäquaten Rhythmus zu finden. Man kann sich den Atem wie Wellen an einer Meeresküste vorstellen:[1]Das Bild des Atems als Welle an der Meeresküste stammt in der vorliegenden Form von Walter Johannes (Die heilende Kraft des Atems, 1987). Eine Welle nach der anderen rollt an, überschlägt sich und zieht sich wieder…

  • Atem in der Arbeit mit Shiatsu. Nachlese zu den ÖDS-Tagen 2018 zum Workshop von Eduard Tripp (Alexandra Gelny)

    Der Fluss des Qi (Ki) ist von zentraler Bedeutung im Shiatsu und korrespondiert mit dem Konzept des Atems in der westlichen Körpertherapie. Das zentrale Thema dieses Workshops ist vor diesem Hintergrund ein integrativer Ansatz, den Atem bewusst zu nutzen, um die Arbeit des Shiatsu zu vertiefen. Um sein Verständnis von Atem anschaulich zu machen, erklärt Eduard gleich zu Beginn des Workshops etwas sehr Wesentliches: Der Begriff Qi (Ki) wird meist als „Energie“ übersetzt, Prana –  eigentlich die indische Entsprechung von Qi – hingegen oft als „Atem“. „Atem“ wäre eigentlich auch die richtigere Übersetzung von Qi (Ki). Noch deutlicher wird das bei einem Blick auf den Schöpfungsmythos: Gott haucht der Lehmfigur…