• Kochen im Zyklus der Wandlungsphasen

    Die Grundidee des Kochens nach den fünf Wandlungsphasen (Elementen) ist es, alle Elemente, und damit alle fünf Geschmäcker, in einer Mahlzeit zu vereinen. Es soll eine ausgewogene Mischung entstehen, in der keiner der Geschmäcker überwiegt und das Essen damit “rund” ist. Die höchste Stufe der daoistischen Kochkunst stellt das Kochen im Zyklus der Fünf Elemente dar. Hierbei werden die Zutaten beim Kochen (ebenso wie bei der Bereitung einer Rezeptur) in der Reihenfolge des Sheng-Zyklus (Fütterungszyklus) der Fünf Elemente, die der Energieversorgung der Organe untereinander entspricht, beigefügt. Zwischen den einzelnen Elementen sollte man ein wenig Zeit lassen und einige Male gut umrühren, damit sich die Energie gut verteilen kann. Ausgenommen bei…

  • Botschaftsgeschmack (kurzfristig anregend)

    Der “Botschaftsgeschmack” dient der Diagnostik und der kurzfristigen Anregung (nicht jedoch dem – langfristigen – Aufbau). Der Botschaftsgeschmack des Holzes ist sauer. Der saure Geschmack (z.B. Heißhunger auf saure Gurken oder ein saurer Mundgeschmack frühmorgens) deutet auf eine Disbalance im Element Holz. Zugleich auch regt der Botschaftsgeschmack das jeweilige Element an. Sauer regt das Holz kurzfristig an, Bitter das Feuer, Süß die Erde, Scharf das Metall und Salzig das Wasser. Der Botschaftsgeschmack wirkt kurzfristig anregend und ausgleichend. Langfristig würde er hingegen sogar schädigend auf “seine” Organe wirken (Sauer schädigt im Übermaß die Leber und die Sehnen, Süß die Milz …). Eine weitere Bedeutung des Botschaftsgeschmacks ist seine Anwendung in der…