• Gibt es das eine Shiatsu? Und wenn, was macht es aus? (Eduard Tripp)

    The heart of Shiatsu is like a mother’s love.Preasure of the fingers causes the spring of life to flow.(Japan Shiatsu College) Häufig sprechen wir über „unser“ Shiatsu und grenzen es von anderen Methoden und anderen Ansätzen ab. Wir sehen uns im historischen „Mainstream“ oder aber in einer aus diesem herausgewachsenen Weiterentwicklung, integrieren neue Elemente in unsere Arbeit oder greifen bewusst auf „klassische“, „unverfälschte“ Ansätze zurück. Immer aber interpretieren wir Shiatsu: als Begriff, als Methode, als Zugang zu den Menschen, mit denen wir arbeiten. Und immer machen wir das im Rückgriff auf eine historische Entwicklung, die hierher geführt hat, wo wir gerade stehen, und auf Basis der LehrerInnen, die uns diesen…

  • Die japanische Schrift

    Die japanische Schrift setzt sich aus vier verschiedenen Elementen zusammen, aus Kanji (chinesische Schriftzeichen), Hiragana und Katakana (Silbenschriften) sowie Romaji (lateinisches Alphabet). Kanji (“kan” ist ein alter Name für China, “ji” steht für Zeichen) sind die chinesischen Schriftzeichen, die – über Korea – im 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung von China nach Japan gelangten. Kanji sind Piktogramme, bildliche Darstellungen des so bezeichneten Objekts. Weitere Begriffe und Wörter sind aus der Kombination verschiedener Kanji gebildet. Aus dem Zeichen für Reisfeld (ta) und dem Zeichen für Stärke, Kraft (chikara) entsteht das Zeichen für Mann (otoko). Gebüsch (hayashi) und Wald (mori) werden beide aus dem Zeichen für Baum (ki) gebildet. Vor der Übernahme und…

  • Die Anfänge der japanischen Kultur

    Die Jomon- und Yayoi-Kultur Die ersten Bewohner Japans gelangten vermutlich zur Würmeiszeit über damals bestehende Landbrücken auf die Inseln. Während der Altsteinzeit hielten sie sich im Landesinneren auf und zogen erst in der Jungsteinzeit in Küstennähe, wo sie bis ins dritte Jahrhundert unserer Zeitrechnung relativ isoliert von der Außenwelt als Sammler, Fischer und Jäger lebten. Sie stellten Töpferwaren her, in denen sie ihr Essen kochten und hinterließen sogenannte Kaizuka, mit Gräten und Knochen durchsetzte Muschelhäufen. Ihre Jômon-Keramik genannten Töpfereien, die sich durch eine erstaunliche Originalität in Form und Dekor auszeichnen, gaben der frühen Kultur Japans bis etwa 250 vor Christi ihren Namen: Jômon-Kultur.[1]Quelle: Richard Rudgley: Abenteuer Steinzeit. Die sensationellen Erfindungen…

  • Geschichte & Kultur Japans

    Beiträge zu den kulturellen und geschichtlichen Anfängen, zu Sprache und Schrift sowie kulturellen Eigenheiten Japans finden sich in dieser Rubrik. Die für die gesamte Medizintradition des Fernen Ostens grundlegende Lehre von Yin und Yang wurde erstmals im „Buch der Wandlungen” (Yi Jing) beschrieben. Und das älteste medizinische Fachwerk ist das „Buch des Gelben Kaisers zur Inneren Medizin” (Huang Di Nei Jing)… Überblick über die Menüpunkte und Seiten von “Geschichte & Kultur Japans”:

  • Seidenstraße

    Die Seidenstraße, die ein Netz von Karawanenstraßen bezeichnet, ist die wohl bekannteste Verbindung zwischen Europa und Asien, die sowohl den Austausch von Handelsgütern und Wissen wie auch diplomatische Kontakte ermöglichte. Die Bezeichnung „Seidenstraße“ geht, obwohl bereits die Byzantiner eine ähnliche Bezeichnung verwendeten, auf den im 19. Jahrhundert lebenden Deutschen Ferdinand von Richthofen zurück. Eine entscheidende politische Voraussetzung für die vollständige Öffnung des östlichen Endes der Seidenstraße war die chinesische Expansion nach Westen. Unter dem Kaiser Wudi (141-87 v. Chr.) verdoppelte sich die Größe des Han-Reiches fast. Seine Armeen drangen weit nach Norden, Süden und Westen vor und unterwarfen zahlreiche angrenzende Staaten. Der Sieg über die Xiongnu brachte endgültig die Kontrolle…

  • Die Entwicklung der Chinesischen Medizin auf dem Hintergrund von Geschichte und Kultur. Bezug nehmend auf den medizinsoziologischen Ansatz von Paul U. Unschuld (Eduard Tripp)

    Die klassische Medizingeschichte sieht die Entwicklung der Medizin als Abfolge einer fortschreitenden Entdeckung der objektiv gegebenen Natur. Dieser Sicht widerspricht der Medizinhistoriker und Sinologe Paul Unschuld. Sein an Hand der Entwicklung der chinesischen und europäischen (griechischen) Medizin dargelegter Ansatz geht davon aus, dass der Körper nicht ausreichend Aussagekraft besitzt, um das medizinische Denken und Handeln hinreichend zu begründen. Medizinisches Wissen war und ist immer nur „Wahrschein“, nicht „Wahrheit“. Die Entstehung und Fortentwicklung neuer medizinischer Ansätze, so Unschuld, ist weniger eine Folge des wissenschaftlichen oder therapeutischen Fortschritts, sondern vorrangig der sich jeweils wandelnden soziokulturellen und politischen Verhältnisse. Medizinische Theorien jeder Epoche und Region erhalten ihre Überzeugungskraft in einem mehr oder weniger…