• Himmelsstämme & Erdenzweige

    Der Mensch lebt, so das daoistische Verständnis der Welt, zwischen Himmel (tian) und Erde (di). Der Himmel übt seinen Einfluss über die zehn Himmelsstämme (shi tian gan) aus, die Erde über die zwölf Erdenzweige (shi er di zhi). Leben bedeutet so das Ergebnis eines Zusammenspiels, eines Synergismus von Himmel (yang: Geist spendender Faktor) und Erde (yin: Form spendender Faktor). Zwischen Himmelsstämmen und Erdenzweigen besteht auf diese Weise eine Interaktion. Die Himmelsstämme beeinflussen die Fünf Bewegungen (wu yun) und die Erdenzweige die Sechs Kosmischen Energien (liu qi). Die Fünf Bewegungen (wu yun) manifestieren sich auf der Erde in den Fünf Wandlungsphasen (Elementen, wu xing) und korrespondieren mit den Inneren Organen (zang…

  • Chronoakupunktur

    Die Zirkulation der Energie (Qi) im menschlichen Körper unterliegt einer rhythmischen Änderung. Sie ist nicht gleichmäßig, sondern zu gewissen Zeiten findet sich ein maximaler und ein minimaler Füllezustand in den Meridianen und Organen. Jeweils zwei Stunden (eine chinesische Doppelstunde) hat ein Organ seine Hochzeit und – 12 Stunden später – seine Minimalzeit (vgl. Kreislauf der Meridiane “Organuhr”). Aus dem zyklischen Fluss der Energie ergibt sich auch, dass bestimmte Akupunkturpunkte zu gewissen Zeiten besonders effektiv auf den Fluss der Energie wirken (“offen” sind). In der Chrono-Akupunktur, der Akupunktur im Einklang mit der Zeitqualität (wu yun liu qi zhen jiu liao fa)[1]Quellen sind T. Fischer – Chronobiologie und chinesische Chronotherapie (http://www.tcm.edu/Chrono.pdf), G.…