• Tai Ji (Die Welt der Erscheinungen)

    Aus der Kraft des Einem, dem undifferenzierten Nichts, der Leere (Wu Ji), entfaltet sich das gesamte Universum. Die chinesische Philosophie bezeichnet diese Manifestation in der Welt der Erscheinungen als Tai Ji, dargestellt durch Yin und Yang, die den ständigen Wandel allen Lebens beschreiben und symbolisieren. Das Dao (immer und ewig, ohne Raum und Worte) bedeutet den Wandel aller Dinge. Tag wandelt sich in Nacht, und Nacht wandelt sich in Tag. Leben entfaltet sich und mündet im Tod. Der Tod wiederum gebiert Leben, neuen Beginn. Jedes Ende bedeutet zugleich auch einen Beginn, und jeder Beginn trägt auch sein Ende in sich. Das Dao bringt die Einheit hervor.Die Einheit bringt die Zweiheit…

  • Wu Ji (Leere)

    Das Leben und alle Phänomene entstehen – im Verständnis der daoistischen Weltsicht – aus dem Nichts, aus einer Wurzel jenseits aller Vorstellungen und gehen mit dem Tod wieder in das Nichts zurück. Symbolisiert wird das Nichts, die Leere (Wu Ji), die die ganze Fülle der Schöpfung gebiert, durch den leeren Kreis. Die Dinge der Welt gehen hervor aus der Fülle.Die Fülle geht hervor aus der Leere. (Daodejing 4/40) Wu Ji, die Große Leere, das Absolute Nichts, so die Lehre der Meister, kann nur in der Leere erfahren werden. Stille wird nur in der Stille erfahren. Leere nur in der Leere. Die daoistischen Anweisungen, um das “Große Nichts” zu erfahren, bestehen…