Informationen zur berufspolitischen Arbeit der ESF (Februar 2013)

Den Höhepunkt der politischen Aktivitäten für CAM (komplementäre und alternative Methoden) 2012 – und damit für Shiatsu als Teil eines gemeinsamen Vorgehens – war die CAM-Konferenz im Europäischen Parlament. Grundsätzlich ist zu beachten, dass die Zielrichtung der poltischen Arbeit auf europäischer Ebene, Shiatsu zu einem Platz im (erweiterten) europäischen Gesundheitssystem zu verhelfen, führt über Zusammenschlüsse mit anderen Methoden und Berufs-, teilweise auch Interessensgruppen, weil keine alternative Methode für sich allein erfolgreiches Lobbying auf Europaebene betreiben kann. Ein möglicher Erfolg liegt daher letztlich immer in einem Zusammenschluss und einer Bündelung der Kräfte und Bestrebungen, weshalb der Europäische Shiatsu-Verband ESF seit vielen Jahren Lobbying im Rahmen der EFCAM (European Forum for Complementary and Alternative Medicine; http://www.efcam.eu) betreibt – und Seamus Connolly als Verantwortlicher der ESF für Forschung und politische Arbeit zugleich Präsident der EFCAM ist.


Shiatsu-Präsentation (Ausstellung) im Rahmen der CAM-Konferenz

Am 9. Oktober 2012 fand in Brüssel, und das kann wie gesagt als großer Erfolg der bisherigen politischen Arbeit gewertet werden, die erste CAM-Konferenz im Europäischen Parlament statt. Erstmals wurde damit ganz offiziell von der EU CAM unterstützt. Das Thema der Konferenz war “Complementary and Alternative Medicine – Innovation and Added Value for European Healthcare” und sie wurde begleitet von einer dreitägigen Ausstellung, in deren Rahmen auch Shiatsu durch die ESF (European Shiatsu Federation) präsentiert wurde. Organisiert wurde die Konferenz von EFCAM (European Forum für Complementary and Alternative Medicine) und Sponsor war die Europäische Kommission.

Hintergrund der Konferenz, deren Gastgeber die Abgeordneten des Europäischen Parlaments Elena Oana Antonescu (Rumänien), Sirpa Pietikäinen (Finnland) und Alojz Peterle (Slowenien) waren, ist, dass europaweit mindestens 25 Prozent der Bevölkerung CAM, also komplementäre und alternative Behandlungsmethoden – vor allem auf eigene Kosten – in Anspruch nehmen. Und auf der anderen Seite steht, dass 300.000 Menschen in ganz Europa CAM-Methoden praktizieren, also Methoden wie Akupunktur, Aromatherapie, Kräutertherapie, Homöopathie, Shiatsu und andere mehr. Was alle CAM-Methoden miteinander verbindet, ist, dass sie einen ganzheitlichen Zugang zu den Menschen und seiner Gesundheit, seinem Wohlbefinden suchen (“they offer a whole person approach to health with a focus on supporting the person’s health-maintaining capacities”).

Das wichtigste Ergebnis der Konferenz, die von Interessensgruppen von Patient*innen, Ärzt*innen und (nicht-ärztlichen) Praktiker*innen gemeinsam gestaltet wurde, ist, dass CAM erstmalig physisch im Parlament präsent war – zum größten Teil von der EU Kommission bezahlt und von den drei oben angeführten Parlamentsabgeordneten initiiert wurde. Begleitet wurde die Konferenz von einer zweieinhalbtägigen Ausstellung, in der Shiatsu auch ganz konkret demonstriert wurde.


Präsentationen im Rahmen der Cam-Konferenz


EFCAM repräsentiert CAM im European Health Policy Forum 

Das European Health Policy Forum (EUHPF) ist das wichtigste Gremium, um Einfluss auf die EU-Gesundheitspolitik zu erlangen, weil es das wichtige politische Beratungsforum des DG Sanco („EU Gesundheitsministerium“) ist. Das EUHPF hat damit unmittelbaren Einfluss auf die europäische Gesundheitspolitik. Die Mitgliedschaft im EUHPF bedeutet zugleich die Einladung zu EU-Konsultationen und -Programmen wie AHAIP (Active and Healthy Aging Innovation Partnership). EFCAM ist als (einzige) Vertretung für CAM Mitglied im EU-Forum zur Gesundheitspolitik.

Für 2013 gibt es eine Einladung für EFCAM zur Mitarbeit in die Arbeitsgruppen “On the effects of the economic crisis on health systems” und zur Vorbereitung des nächsten “EU Open Forum on health”.


Paradigmenwechsel in der EU-Politik zur Etablierung von CAM         

Die Anstrengungen in Bezug auf die EU-Politik gehen weg von einer direkten politischen und/oder medizinischen Anerkennung von CAM (und damit auch Shiatsu), die auf diesem Weg derzeit kaum zu erringen ist, zunehmend dahin, den Beitrag von CAM zur Bewahrung und Wiederherstellung von Gesundheit – und damit zu einer defacto Anerkennung dieser Methoden. Dieser Weg umgeht die “medizinische Opposition” und bringt uns in politische und wirtschaftliche Partnerschaften, wenn wir einen effektiven Beitrag zu Gesundheit und deren Aufrechterhaltung leisten – um auf diesen Weg überzeugende Argumente für eine Anerkennung und Regelung von CAM zu liefern.


Unterstützung von CAM im Europäischen Parlament     

Auf Initiative von drei Abgeordneten des Europäischen Parlaments war es möglich, dass die schon oben erwähnte CAM-Konferenz stattgefunden hat. Die Zahl der Abgeordneten, die CAM und/oder CAM-Aktivitäten bereit sind zu unterstützen, ist glücklicherweise aber (mittlerweile) größer, wenn auch noch nicht groß und es gibt Bestrebungen eine Initiative für CAM zu initiieren.


Health for Growth und Horizon 2020 

EU-Programme haben immer eine Laufzeit von 5 bis 7 Jahren. Im Gesundheitsbereich geplant ist das nächste Programm (für 5 Jahre) unter dem Motto “Health for Growth”, für das Bestrebungen (und Absichten) bestehen, auch CAM einen Platz zu geben.     

Auf der Ebene der Forschung geht es um die Ausformulierung der Ziele für Horizon 2020 für das die Formulierung eingebracht wurde “… and to support, integrated care, including interventions of complementary and alternative medicine …”


Endbericht von Cambrella

Das Forschungsnetzwerk CAMbrella (http://www.cambrella.eu/home.php), ein EU-gefördertes Projekt, dessen Ziel es ist, eine “Roadmap” für die künftige Forschung von CAM-Methoden zu entwickeln in Hinblick darauf, inwieweit komplementäre und alternative Methoden für die gesundheitlichen Bedürfnisse der europäischen Bürger von Bedeutung sind, hatte seine Abschlusskonferenz am 28. November. Am 29. November 2012 erschien in “Guardian Professional” ein Artikel von George Lewith, einem Professor für Gesundheitsforschung an der University of Southampton, zu CAM-Forschung, also Forschung zu Komlementärer und Alternativer Medizin (http://www.guardian.co.uk/healthcare-network/2012/nov/29/complementary-alternative-medicine-research-regulation). Lewith bezieht sich in seinem Artikel auf die Ergebnisse von CAMbrella.   

Komplementäre und alternative Methoden werden, so führt Lewith aus, von mehr als 100 Millionen EU-Bürgern genützt, 9 Millionen davon in Großbritannien. Und obwohl diese Anwendungen so weit verbreitet sind, werden sie nach wie vor kontroversiell diskuttiert: “CAM involves a variety of different medical systems and therapies that are mainly used outside conventional healthcare, but are increasingly being adopted and integrated into healthcare systems; acupuncture and the use of various herbal treatments are good examples. The EU sees the regulation of healthcare as a national responsibility, while medicinal products are all regulated centrally by the European Medicines Agency. There is no common approach to the regulation of CAM practice in the EU; all 39 countries do it their own way. This diversity hampers any efforts to establish good professional regulation, consistent treatment approaches and high quality research. The many patient surveys available suggest that most Europeans want to have access to CAM. People want simple information to be made available about safety and effectiveness and for the products and practitioners to be transparently regulated.”        

Lewiths Artikel zufolge gibt es europaweit geschätzte 328.000 Anbieter von CAM, etwa 150.000 Ärzte und 178.000 Nicht-Ärzte, was aber Seamus Connolly zufolge, der für EFCAM Kontaktperson zu CAMbrella ist, nicht korrekt ist und deshalb noch korrigiert wird. Vielmehr gibt es nachweislich etwa 257.000 CAM-Praktizierende in der EU, die keine Ärzte sind und möglicherweise bis zu 100.000 weitere nicht-ärztliche Praktizierende, die (bislang) nicht erfasst sind.      

Während CAM-Methoden in den Vereinigten Staaten von Amerika, in Australien, China und Indien mit Unterstützung der Regierung erforscht werden, fehlt ein solcher Zugang in der Europäischen Union. CAM wird hier kaum erforscht und benötigt deshalb, so Lewith, aktive Unterstützung. Fakt ist nämlich, dass CAM von sehr vielen Menschen in ihrer Eigenverantwortung in Anspruch genommen wird, und es sollte deshalb eine europäische Zielsetzung sein, herauszufinden welchen Beitrag CAM-Methoden (wie Akupunktur, aber auch Shiatsu – und dafür arbeitet die European Shiatsu Federation und in weiterer Linie damit auch der Österreichische Dachverband ÖDS) für die aktuellen Herausforderungen des Gesundheitswesens leisten können.       

CAMbrella, so führt Lewith weiter aus, schlägt deshalb in seinem Bericht vor, dass CAM-Behandlungen und ihr Nutzen in Hinblick auf weit verbreitete einschränkende chronische und kostenintensive Erkrankungen erforscht werden. Dafür sollte ein “EU research office for CAM” geschaffen werden, denn “a research-based approach to CAM” sei eine adäquate Antwort auf diese Fragestellungen sowohl für die politisch Verantwortlichen wie auch die Konsumenten.  

Obwohl der Artikel nachweislich Fehler beinhaltet (wie oben beispielhaft ausgeführt; aber auch eine “enge” Definition von CAM benützt) und seine Korrektur auch schon (Seamus Connolly, EFCAM) mehrmals urgiert wurde, hat sich in dieser Angelegenheit bislang noch nichts getan.


Eine neue Strategie        

Vor allem mit dem Zugang von EFCAM zum European Union Health Policy Forum (EUHPF) und der Unterstützung etlicher Abgeordneter des Parlaments hat EFCAM größere Einfluss- und Zugangsmöglichkeiten zu den Verantwortlichen für die europäische Gesundheitspolitik. Das bedingt auch eine Anpassung der politischen Strategie an die aktuellen Gegebenheiten wie die Unterstützung von Abgeordneten, die CAM legalisieren möchten, Mitorganisation des Open Health Forums und damit die Einbeziehung von CAM als einen Punkt der Agenda …


EFCAM und ESF  

Lange Zeit war die ESF der Hauptfinanzier der EFCAM. Ohne den Beitrag der ESF – und damit letztlich der Mitglieder der nationalen Verbände – wäre die politische Arbeit auf europäischer Ebene nicht möglich gewesen und damit auch nicht die bisherigen Erfolge. Korrekter müsste man eigentlich ausführen, dass das Lobbying für CAM in diesem Fall ausschließlich von den Ärzte-Verbänden ausgegangen wäre – und damit auf Basis einer sehr, wie sich immer wieder zeigt, sehr eingeschränkten Definition von CAM, deren Methoden ausschließlich (bzw. vor allem) von Ärzten ausgeübt werden.

Derzeit sieht es so aus, dass die anderen Mitglieder – wohl auch angesichts der bisherigen Erfolge – bereit sind einen auch finanziell größeren Beitrag zu EFCAM zu leisten – und damit für die ESF weniger Kosten (an die EFCAM) anfallen werden. Eine Einsparung, die in andere wichtige Projekte – z.B. die gemeinsame (mit dem zweiten europäischen Shiatsu-Verband ISN) Entwicklung eines Curriculums auf Basis von Kompetenzen – einfließen kann.


Kernpunkte der Argumentation für eine politische Anerkennung und Unterstützung von CAM

  • Ein wichtiger Punkt, der für die Regulation von CAM auf europäischer Ebene Ebene spricht, ist der Umstand, dass CAM in Europa von vielen Patient*innen und vielen Anwender*innen – Ärzt*innen und Nicht-Ärzt*innen – genützt wird. Bis zu 86 Prozent der EU-Bürger*innen, so die unterschiedlichen Publikationen, nutzen CAM, wobei der Großteil der Angebote privater Natur ist – d.h. außerhalb des offiziellen Gesundheitssystems angeboten wird. Und das bedeutet, dass sich vor allem besser situierte / besser verdienende Menschen komplementäre und alternative Methoden zur Förderung und Erhaltung ihrer Gesundheit leisten können – was in grundsätzlichem Widerspruch zum Prinzip der EU steht, seinen Bürger*innen einen gleichermaßen guten Zugang zur bestmöglichen Gesundheitsversorgung zu ermöglichen. Und steht zugleich auch in Widerspruch zum EU-eigenen Gesundheitsprogramm für 2008 bis 2013, das als Zielsetzung “the programme should recognise the importance of a holistic approach to public health and take into account….complementary and alternative medicine in its actions” formuliert.

Die Zahlen belegen – auch dann, wenn man CAM nicht überall und für jeden zugänglich ist -, dass sich viele EU-Bürger*innen eine informierte Wahl wünschen, die auf klaren und leicht erreichbaren Informationen beruht. Ein solcher, einfacher Zugang zu relevanten Informationen über CAM entspricht zudem der aktuellen EU-Gesundheitsrichtlinie zur Förderung der Fähigkeit der Menschen gute Entscheidungen in Hinblick auf ihre Gesundheit zu treffen.         

Forschungsdaten legen nahe, dass Menschen, die CAM nutzen, die Behandler*in-Klient*in-Beziehung mit ihrem ganzheitlichen und personenzentrierten Zugang honorieren, dass sie CAM als sicher betrachten und dass sie die Risiken von konventioneller Medizin und alternativen Methoden unterschiedlich einschätzen.

Fazit: Das Angewiesensein auf private Anbieter*innen, das Fehlen von unabhängigen Quellen mit zuverlässigen Informationen, ebenso wie das Fehlen von gesicherten Daten über die Sicherheit von CAM-Anwendungen schaffen Hindernisse in Hinblick auf Zugang, zuverlässige Informationen und sichere, vertrauenswürdige Behandlungen.     

  • Es gibt keine einheitliche Regelung für CAM in Europa. Kurz gesagt gibt es ebenso viele Regelungen wie Mitgliedsstaaten.   

In manchen Mitgliedsstaaten kann CAM durch Ärzte ausgeübt werden, unabhängig von ihrer Ausbildung in der jeweils spezifischen Methode. Und in den meisten Ländern werden CAM-Anwender toleriert, allerdings ohne formale Anerkennung oder Regulierung.

Europaweit gibt es mehr als 300.000 CAM-Praktiker*innen und mehr als 20 CAM-Methoden, die angewendet werden. Über andere Methoden und andere Praktiker*innen gibt es keine verlässlichen Schätzungen. Ergänzend dazu geht man von 145.000 Ärzt*innen aus, die etwa 5 CAM-Methoden anbieten.   

Es gibt keinerlei Harmonisierung der Berufsausbildungen weder für Ärzt*innen noch für Nicht-Ärzt*innen (Praktiker*innen), aber einige Methoden haben ihre eigenen, freiwilligen europaweit geltenden Ausbildungsrichtlinien. Diese Richtlinien, die von privaten Ausbildner*innen (Schulen) für Ärzt*innen wie auch Nicht-Ärzt*innen – universitäre Ausbildungslehrgänge sind selten – haben sehr unterschiedliche Levels und Qualitäten (und entsprechen in ihren Anforderungen von Third-Level-Diplomen bis zu Master-Lehrgängen). Ihr Ziel ist es, einen Rahmen zu schaffen, in dem eine sinnvolle Ausbildung möglich ist und eine sich daraus ergebende sichere Anwendung der jeweiligen Methode für Patient*innen/Konsument*innen (wobei es nachvollziehbar ist, dass für z.B. Reiki andere Erfordernisse gegeben sind als für z.B. Kräutermedizin).     

Fazit: Alle diese Faktoren begrenzen sowohl den Zugang und das Recht CAM zu praktizieren als auch den länderübergreifenden Zugang sowohl für Ausübende wie auch für Patienten/Konsumenten.        

  • Die Rolle von CAM und ihre Beiträge sind vielfältiger als die von konventioneller Medizin. Sie reichen bei CAM von der Unterstützung und der Unterweisung für allgemeines Wohlbefinden, Gesundheitskompetenz, Gesunderhaltung, Vermeidung von Erkrankungen (insbesondere chronische Erkrankungen) über die Behandlung von einer breiten Palette von Erkrankungen bis hin zu Palliativmedizin und zur unterstützenden Begleitung von Menschen am Lebensende. Im Unterschied zur konventionellen Medizin liegt der primäre Fokus nicht auf der Erkrankung, vielmehr steht bei CAM die Gesundheit und ihre Erhaltung im Zentrum ihrer Bemühungen.

Die Forschung zeigt, dass “self empowerment” (Selbstermächtigung) und ein*e gleichwertige*r Partner*in im Gesundheitsprozess zu sein wesentliche Faktoren sind, gesunderhaltende Maßnahmen zu setzen und sicherere oder effektivere Behandlungen (bei bestehender Erkrankung) zu wählen. Individuelle CAM-Anwendungen können die Effektivität stärken, so wie Shiatsu beispielsweise die Gesunderhaltung und die Gesundheitskompetenz stärkt, zugleich aber auch bei Erkrankungen zu unterstützen vermag.

Darüber hinaus gibt es eine zwar noch schwache, aber durchaus zunehmende Hinweise auf die Kosteneffektivität von CAM.                   

Spezialist*innen im Gesundheitssystem sind vielfach nur unzureichend informiert über CAM, ihre Möglichkeiten, ihre Beiträge begleitend zu einer konventionellen Behandlung und ihre generelle Sicherheit. Hier gibt es viele Vorurteile und wenig Fakten.

CAM kann unabhängig von konventioneller Medizin angewendet werden oder auch begleitend. Auch hier zeigt die Forschung, dass EU-Bürger*innen die Wahlmöglichkeit haben möchten und gegebenenfalls, wenn es für den Patient*innen sinnvoll ist, auch begleitend zur Anwendung konventioneller Medizin.

Viele Anbieter*innen und Konsument*innen von CAM sind der Ansicht, dass CAM in konventionelle Medizin integriert seine Attraktivität und Effektivität zumindest teilweise verliert, wollen CAM aber parallel zu konventionellen Behandlungen anwenden, wenn es zum Besten des*der Patient*in/Konsument*in ist.          

All diese Hauptanliegen stehen miteinander in Beziehung, verschränken sich gleichsam: Gleicher Zugang für alle Bürger*innen beruht auf korrekter und gut zugänglicher Information, akkreditierten und gut ausgebildeten Anbieter*innen sowie angemessener Anwendung begleitend zu konventioneller Behandlung. Dass es ausreichend akkreditierte und gut ausgebildete Anbieter*innen gibt, wiederum hängt von angemessenen Regulierungen ab und von zugänglicher klarer Information für die politisch Handelnden/Entscheidenden. Die Anwendung von CAM begleitend zu konventioneller Medizin hängt nun wieder von sinnvollen Regulierungen ab und solider Information…

Fazit: Politische Initiativen müssen deshalb alle Aspekte ansprechen und berücksichtigen, um effektiv zu sein.