• Rezeptbeispiele für den Herbst (Eduard Tripp)

    Kürbiscremesuppe E         2-3EL Maiskeim- oder Sonnenblumenöl E         1 gelber Kürbis (z.B. Hokkaido), ca. 500 – 700 g M         1 große Zwiebel M         1 nussgroßes Stück Ingwer M         Galgant (eventuell auch Kreuzkümmel) W        1/2 l Wasser H         1 Hefe-Suppenwürfel F          1 MSp Kurkuma E         1/4 l Milch oder 1/2 Becher Kaffeeobers Das Öl erhitzen, geschälte und entkernte Kürbisstücke darin anbraten. Die fein geschnittene Zwiebel dazugeben, dann das Ingwerstückchen. Mit Galgant (eventuell Kreuzkümmel) würzen und mit dem Wasser aufgießen. Im Druckkochtopf etwa 15 Minuten kochen. Dann den Hefe-Suppenwürfel darunter bröckeln und die Suppe pürieren. 1 Messerspitze Kurkuma dazu, Milch oder Kaffeeobers darunter mixen…

  • Rezeptbeispiele für den Sommer (Eduard Tripp)

    Rote Rüben “Indisch” E         2 EL Ghee oder geröstetes Sesamöl M        1 EL schwarze Senfkörner M        1 TL gemahlener Kreuzkümmel F         1-3 rote Rüben, geschält und in Stäbchen (ca. 1×1 cm) geschnitten (wie Pommes frittes) E         2-3 Karotten, in Stäbchen (ca. 1×1 cm) geschnitten (wie Pommes frittes) M        Pfeffer oder Chili W        Salz nach Geschmack H         1 TL Joghurt oder Sauerrahm Ghee oder Sesamöl erhitzen, die Senfsamen und den Kreuzkümmel darin anrösten bis sie knacken. Dann die geschnittenen roten Rüben und Karotten dazugeben und anrösten. Mit Chili und/oder Pfeffer würzen, nach Geschmack salzen und ca. 45 Minuten weichdünsten (wenn sie zu trocken sind und anbräunen, etwas…

  • Shiatsu als neuer Gesundheitsberuf (Eduard Tripp)

    „Die Gesundheits- und Wellnessorientierung der westlichen Industriegesellschaften ist ein Produkt der gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der letzten Jahrzehnte. Neue Branchen und Wirtschaftszweige sind entstanden, neue Berufsfelder wurden erschlossen“, so schreibt Karl Snider zur Einführung in die Studie „Neue Selbständigkeit“. Und weiter: „Wir, im gesellschaftlichen Kontext verstanden, leben aber auch in einer Zeit, in der die allgemeinen Verunsicherungspotenziale in der Bevölkerung zunehmen. Umweltbelastungen, kriegerische und terroristische Gefahren, lokal- und weltpolitische Veränderungen sowie eine Transformation der privaten Handlungsmuster stürzen viele Menschen in psychische Ausnahmezustände. Parallel dazu schwinden die religiösen Sicherheiten. Die Grundsehnsucht nach Wohlempfinden, Sicherheit und Geborgenheit ist aber nach wie vor sehr stark vorhanden. In Beziehung dazu steht bei sehr vielen…

  • Rezeptbeispiele für das Frühjahr (Eduard Tripp)

    Grünkernsuppe E         3 EL Sesamöl geröstet M        2 Stangen Lauch (oder 2 Bund    Jungzwiebel oder 3 Hände voll Bärlauch) W        1 Wakamealge (ca. 15 – 20 cm lang) W        ½ Liter Wasser H         150 g Grünkern (am Abend vorher einweichen) H         1 Gemüsesuppenwürfel F          1 Msp. getrockneter Thymian E         ½ Liter Milch M         1 Msp. gemahlener Majoran W        1 Msp. Meersalz H         gehackte Petersilie Das Sesamöl im Druckkochtopf erhitzen, den in Ringe geschnittenen Lauch anschwitzen. Die Wakamealge fein zerbröseln und dazugeben. Mit Wasser aufgießen, und den Grünkern, der am Abend zuvor eingeweicht wurde, dazugeben. Den Druckkochtopf schließen, aufkochen lassen und…

  • Qigong und Taiji. Geschichte, Definition und Berufsbild der IQTÖ (Oswald Elleberger & Eduard Tripp)

    Qigong Qigong (wörtlich “Arbeiten mit Qi”) nennt man alle Methoden, mit Hilfe derer man auf die (menschliche) Lebensenergie Qi Einfluss nehmen kann. Historisch gesehen gibt es vier Stammbereiche des Qigong: die Lebenspflege, die Meditation, die Kampfkünste und die Therapie. Die ersten schriftlichen Erwähnungen von Übungen, die wir heute als Qigong bezeichnen würden, finden sich schon vor knapp 3000 Jahren. Genauer verfolgbar wird die Geschichte des Qigong dann um die Zeitenwende. Nach den bisher vorliegenden historischen Daten spricht man von vier “Wurzeln des Qigong”.[1]Qi (wörtlich “Dunst”, “Äther”, “Stoff”) ist ein zentraler Begriff der chinesischen Philosophie und aller traditionellen chinesischen Wissenschaften. Für unseren … weiterlesen Das “Qigong der Gelehrten und Philosophen” bestand aus…

  • Ernährung im Zyklus der Jahreszeiten (Eduard Tripp)

    Frühling ist die Zeit der Expansion, die Zeit der aufsteigenden Lebenskraft (Qi), die Zeit von Entwicklung und Öffnung. Die Yang-Kraft beginnt sich zu entfalten, und das Leben beginnt sich zu regen. Samen keimen, Knospen springen auf. Pflanzen sprießen und wachsen mit der zunehmenden Temperatur und Helligkeit, bilden Blätter und Triebe aus. Die Tage werden länger. Sommer ist die Zeit der Blüte. Die Entfaltung der Yang-Kraft hat ihren Höhepunkt erreicht. Es ist die Zeit des Reichtums und der Fülle in der Natur, die Zeit der Hitze und der langen Tage. Kraftvoll entfaltet sich die Vegetation, und die Pflanzen erblühen in voller Pracht. Herbst ist die Zeit der Kondensation und Kontraktion. Es…

  • Kyo und Jitsu sind gleichbedeutend mit Fülle und Leere. Über die grundsätzliche Übereinstimmung der Konzepte von Masunagas Zen-Shiatsu mit den Prinzipien der Chinesischen Medizin (Markus Grasser)

    Übersetzung: Rene Tischhart Dieser Artikel wird anhand eigener Erklärungen, Fallbeispielen und den Schriften Shizuto Masunagas, bzw. denen alter und moderner Klassiker im Bereich der fernöstlichen Medizin, die Richtigkeit der im Titel beinhalteten Aussage erläutern. Es wird aufgezeigt werden, wie die Theorie und Praxis der Chinesischen Medizin (CM) das aktuelle Verständnis des Zen-Shiatsu bereichern kann. Die Verwirrung Die CM wird oft als intellektuelles System angesehen, welches keinen Bezug zur Palpationsdiagnostik des Zen-Shiatsu hätte. Zur Erläuterung dessen wird häufig der Umstand angeführt, dass die palpierbaren Kyos und Jitsus nicht immer (oder nie) mit den Fülle- und Leere-Aspekten der jeweiligen TCM-Diagnose übereinstimmen. Aus diesem Grund wird die TCM von vielen Shiatsu-PraktikerInnen entweder abgelehnt,…

  • Die Antiken Punkte. Chinas Kultur in der Shiatsupraxis (Katharina Sabernig)

    Ein Meridian liegt in unseren Händen und erzählt seine Geschichte. Entlastung der Stauung wäre angebracht. Wie könnte man die hilfreiche Wirkung einer guten Shiatsu-Behandlung noch zusätzlich unterstützen? Das System der Antiken Punkte scheint, einmal durchschaut, ein wertvolles Netzwerk mit gezieltem Effekt. Leider viel zu wenig beachtet, eignet es sich insbesondere bei Stauungserscheinungen und Symptomen mit Fülle-Charakter. Die Antiken Punkte liegen an den Extremitäten zwischen dem Nagelfalz der Finger bzw. Zehen und dem Ellbogen bzw. Knie. In dieser Zone liegen auf den konventionellen Meridianen außerdem noch mehrere andere Punkte, doch nur die fünf definierten sind als Antike Punkte oder Fünf-Elemente-Punkte zu bezeichnen. Die gängigste Veranschaulichung für das System dieser Punkte ist…

  • Chinesische Medizin wohin? (Josef Viktor Müller)

    Vielen von Ihnen mag eine Kursbestimmung von Chinesischer Medizin unnötig erscheinen angesichts der ständig wachsenden Popularität der TCM. Dieser Erfolg ist jedoch trügerisch, denn er geht zu Lasten eines sehr viel breiteren Spektrums der Chinesischen Medizin (CM) als es die TCM darstellt. Chinesische Medizin ist genauso wenig auf TCM reduzierbar wie die Chinesische Kultur auf die Kultur der Han-Chinesen. Diese irreführende Vorstellung von Einheitlichkeit der chinesischen Kultur insgesamt und der CM im besonderen ist mit durch die enorme Konstanz des chinesischen Staatsapparates geformt, welcher durch sein Leitbild des konfuzianischen Beamten-Gelehrten das offizielle China-Bild im Westen geprägt hat. Ein zentraler und für die Akzeptanz im Westen wichtiger Aspekt dieses konfuzianistischen Einflusses…

  • TCM and Shiatsu. “Knowing That” and “Knowing How” (Michael Potter)

    Introduction It is a long time since I read the Shiatsu Society News, and I was drawn to the current debate on the relevance of TCM to the practise of Shiatsu. As someone who combines Shiatsu with acupuncture and herbal medicine I may not be the best person to even attempt to answer that question. But, for me whether one theory is better or worse than another is not the point; the crucial issue is the relationship between theory and practise; ‘knowing that’ and ‘knowing how’. ‘Knowing that’ is the body or bodies of theoretical knowledge that we use to understand, explain and describe what we do. Theoretical knowledge again…