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Forschung Kurzinformationen
Kurze Berichte zu Forschung rund um Shiatsu & TCM Überblick über die Menüpunkte und Seiten von “Forschung Kurzinformationen”:
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Studie zu Bluthochdruck & Shiatsu
Statistisch gesehen, so Silvia Eberl-Kadlec, sind Herz-Kreislaufbeschwerden weltweit die häufigste Todesursache und (chronischer) Bluthochdruck ist in den industrialisierten Staaten im fortgeschrittenem Alter eine nahezu übliche Erkrankung. Silvia Eberl-Kadlec hat – in Zusammenarbeit mit Dr. Gruther und unterstützt von Dr. Ploberger – eine (Pilot-)Studie in Form einer gemeinsamen Diplomarbeit von mehreren angehenden Shiatsu-PraktikerInnen betreut und deren Ergebnisse im Shiatsu Journal 86 veröffentlicht. Behandelt wurden dabei 7 KlientInnen über einen Zeitraum von ca. vier Monaten, wenn möglich wöchentlich (und damit mit jeweils acht bis zehn Behandlungen). Da die westliche Klassifizierung von Bluthochdruck der Chinesischen Medizin fremd ist, wurden individuelle Muster, wie beispielsweise Leber-Feuer, identifiziert und behandelt. Einbezogen wurden in den Behandlungsablauf auch…
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Magazin – Diskussionen
Kurzbeiträge, Diskussionen … Überblick über die Menüpunkte und Seiten von “Magazin – Diskussion”:
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Nobelpreis für Medizin 2015 an chinesische Forscherin. Seine Bedeutung für die chinesische Medizin
2015 erhielt Frau Tu Youyou, ausgebildet in westlicher Pharmakologie, den Nobelpreis für Medizin für ihre Entdeckung eines natürlichen Anti-Malaria-Wirkstoffes. Diesen entdeckte sie in einer weltweit verbreiteten Pflanze, die in der Literatur der chinesischen Medizin seit etwa zwei Jahrtausenden beschrieben wird, aus Artemisia annua L., dem einjährigen Beifuß (Qing Hao). Der Bedeutung dieser Preisverleihung ging P.U. Unschuld im Editorial der Deutschen Zeitschrift für Akupunktur 1/2016 nach. Erste Erwähnung fand Qing Hao in einem handschriftlichen Dokument, das in einem Grab Anfang der 1970er-Jahre in Mawangdui (Changsha, der Hauptstadt von Hunan) zusammen mit anderen Schriften gefunden wurde. Dort heißt es (zitiert nach Deutsche Zeitschrift für Akupunktur 1/2016, S. 4): „Rezept für ‚Weibliche Hämorrhoiden‘,…
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Westliches (Ergänzend)
Ergänzend zu den Informationen, die der Tradition des Shiatsu und der chinesischen Medizin entstammen, wird Wissen aus der westlichen Wissenschaft präsentiert, das das Verständnis und die Entwicklung des Shiatsu begleitet. Zu beachten gilt es bei den vorliegende Beiträgen, dass sie schon vor einiger Zeit geschrieben wurden und möglicherweise nicht mehr den aktuellen Wissensstand widerspiegeln. Westliche Gesundheitskonzepte Beschwerden & Erkrankungen aus westlich-wissenschaftlicher Sicht Chronobiologie & Chronomedizin Evidence Based Medicine Empfehlungen der Evidence Based Medicine Medizinische Mythen Bewusstseinsforschung Implikationen der Komplexitätstheorie Philosophische Ansätze Psychologische Fragen Physiologie & Pharmakologie Physiologie der Muskulatur Sportliche Aspekte Ernährung & Umwelt westliches Ernährungswissen Geschmack aus westlicher Sicht Nahrungszubereitung – Kochen aus westlicher Sicht Infosplitter & Unkategorisiertes
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Chronische Nackenschmerzen
Bestehen Nackenschmerzen länger als 12 Wochen, so werden sie als chronisch bezeichnet. In den meisten Fällen können neurologische oder sonstige körperliche Störungen ausgeschlossen werden, die Ursachen bleiben aus der Sicht der westlichen Medizin (Quelle: http://www.annfammed.org/content/12/2/112) nicht wirklich greifbar. Massage, so die Auswertung diverser Studien, zeigt allerdings kaum Wirkung und wird deshalb meist nur als Bestandteil eines „multimodalen Behandlungsprogramms“ verschrieben – wenngleich auch dafür, so die Kritik, kaum ausreichende „Evidenz“, also wissenschaftlicher Nachweis, vorliegt. Empfohlen wird in den deutschen Leitlinien, so der Spiegel, stattdessen Physiotherapie, Muskelkräftigung oder auch Akupunktur, die sich in den Forschungsergebnissen als effektiver erweisen. Ein Forschungsteam um Karen Sherman von der University of Washington in Seattle ist nun der…
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Hikikomori & Otaku
Hikikomori Hikikomori („sich einschließen“, „gesellschaftlicher Rückzug“) bezeichnet ein zumindest bislang vor allem in Asien auftretendes soziales Phänomen, bei dem sich Menschen vollkommen aus der Gesellschaft zurückziehen. Insbesondere in Japan hat Hikikomori epidemische Ausmaße angenommen und Saito Tamaki zufolge, der auch den Begriff Hikikomori prägte, dürfte es mehr als eine Million Betroffene geben (bei einer Gesamteinwohnerzahl von etwa 127 Millionen). Das japanische Gesundheitsministerium hingegen geht in einer vorsichtigeren Schätzung von nur etwa 50.000 Hikikomori aus.[1]Quellen: Die Zeit 8 / 2005, Gehirn & Geist 6 / 2006 Definiert werden Hikikomori (der Begriff bezeichnet sowohl das Phänomen als auch die Betroffenen) als Menschen, die sich weigern, das Haus ihrer Eltern zu verlassen, sich…
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Bedeutung von Ki in der japanischen Sprache
Das chinesische Schriftzeichen für Qi (japanisch: Ki) setzte sich ursprünglich aus zwei Komponenten zusammen: Das eine bedeutet „Luft“ (Dunst, Gas, Dampf) und das andere (ungekochter) „Reis“. Die sich daraus ableitende Bedeutung war „jemanden Reis schicken“. Nachdem diese Bedeutung dann auf ein anderes Zeichen übergegangen war, wurde das Zeichen für Qi hauptsächlich im Sinne von Luft verwendet. Von diesem Qi sagte man: „Es umgibt die Erde. Wenn es sich bewegt, wird es Wind. Wir Menschen atmen es ein und leben. Es ist der Ursprung des Wachstums alles Seienden.“ Qi (Ki) in seinem Ursprung bedeutet Luft, Luft auch im Sinne des Ursprungs des Universums. Indem wir einatmen, gelangt Qi auch in unseren…
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Die japanische Schrift
Die japanische Schrift setzt sich aus vier verschiedenen Elementen zusammen, aus Kanji (chinesische Schriftzeichen), Hiragana und Katakana (Silbenschriften) sowie Romaji (lateinisches Alphabet). Kanji (“kan” ist ein alter Name für China, “ji” steht für Zeichen) sind die chinesischen Schriftzeichen, die – über Korea – im 5. Jahrhundert unserer Zeitrechnung von China nach Japan gelangten. Kanji sind Piktogramme, bildliche Darstellungen des so bezeichneten Objekts. Weitere Begriffe und Wörter sind aus der Kombination verschiedener Kanji gebildet. Aus dem Zeichen für Reisfeld (ta) und dem Zeichen für Stärke, Kraft (chikara) entsteht das Zeichen für Mann (otoko). Gebüsch (hayashi) und Wald (mori) werden beide aus dem Zeichen für Baum (ki) gebildet. Vor der Übernahme und…
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Die Anfänge der japanischen Kultur
Die Jomon- und Yayoi-Kultur Die ersten Bewohner Japans gelangten vermutlich zur Würmeiszeit über damals bestehende Landbrücken auf die Inseln. Während der Altsteinzeit hielten sie sich im Landesinneren auf und zogen erst in der Jungsteinzeit in Küstennähe, wo sie bis ins dritte Jahrhundert unserer Zeitrechnung relativ isoliert von der Außenwelt als Sammler, Fischer und Jäger lebten. Sie stellten Töpferwaren her, in denen sie ihr Essen kochten und hinterließen sogenannte Kaizuka, mit Gräten und Knochen durchsetzte Muschelhäufen. Ihre Jômon-Keramik genannten Töpfereien, die sich durch eine erstaunliche Originalität in Form und Dekor auszeichnen, gaben der frühen Kultur Japans bis etwa 250 vor Christi ihren Namen: Jômon-Kultur.[1]Quelle: Richard Rudgley: Abenteuer Steinzeit. Die sensationellen Erfindungen…