• Die Zyklen der Wandlungsphasen

    Die Fünf Wandlungsphasen oder Elemente stehen in vielfältigen Beziehungen zueinander, halten einander im Gleichgewicht, erzeugen sich gegenseitig und dämmen sich gleichzeitig auch wieder ein. Wichtig ist das Gleichgewicht dieser Kräfte, ihre Harmonie, die durch zwei, im Falle einer Entgleisung durch vier Zyklen bedingt und beschrieben wird: den Fütterungszyklus, den Kontrollzyklus, den Erschöpfungszyklus und den Verletzungszyklus. Diese vier Zyklen zeigen, wie die Elemente untereinander verbunden sind und sich wechselseitig beeinflussen beziehungsweise beeinflussen können. Der Fütterungszyklus (Sheng-Zyklus oder Mutter-Kind-Beziehung) beschreibt den Übergang von einer Wandlungsphase zur nächsten. Das Mutter-Element nährt, fördert, unterstützt sein Kind, das im Zyklus folgende Element: Holz nährt Feuer, Feuer nährt Erde, Erde nährt Metall, Metall nährt Wasser, und…

  • Die Jahreszeiten im traditionellen China

    Anders als in unserer westlichen Tradition geht man im traditionellen China, analog zu den Fünf Wandlungsphasen, von fünf Jahreszeiten aus. Diese fünf Jahreszeiten sind Frühjahr (Element Holz), Sommer (Element Feuer), Herbst (Element Metall), Winter (Element Wasser) und die Übergangszeiten (Doyo, Element Erde). Frühjahr, Sommer, Herbst und Winter erstrecken sich über jeweils 73 Tage, und die Jahreszeit Erde über viermal etwa 18 Tage (jeweils etwa 18 Tage zwischen Frühjahr und Sommer, zwischen Sommer und Herbst, zwischen Herbst und Winter und zwischen Winter und Frühjahr). Im Frühjahr ist das Holz die vorherrschende Kraft. Die Zeit des Frühjahrs ist durch das Wirken des Elementes Holz, im menschlichen Organismus durch die Vorherrschaft des (Holz-)…

  • Zuordnungen zu den Fünf Wandlungsphasen

    Die Fünf Wandlungsphasen (Elemente) treten in allen Erscheinungen des Kosmos zutage und erklären so auch die inneren Verhältnisse und Wechselbeziehungen zwischen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. Holz Die Wandlungsphase Holz (junges Yang, kleines Yang) zeigt sich im Frühling, bei jedem Neubeginn und am Morgen. Das Wesen des Holzes ist Bewegung, Expansion und Wachstum. Seine Kraft ist nach oben gerichtet. Im Körper manifestiert es sich in den Organen Leber (Yin) und Gallenblase (Yang), in den Muskeln und Sehnen, und den Augen. Die dem Holz zugeordneten Emotionen sind Frustration, Unzufriedenheit, Zorn und Wut; die positiven Emotionen sind Geduld, Toleranz und Flexibilität. Jahreszeit Frühling Tageszeit Morgen (3.00 bis 7.00 Uhr) Lebenszyklus Geburt…

  • Fünf Wandlungsphasen (Elemente)

    Yin und Yang beschreiben das Wechselspiel des Qi, jener strömenden Lebenskraft, die alles durchdringt, doch erst die Fünf Elemente – korrekter: Fünf Wandlungsphasen (Wu Xing) – bieten einen mit dem täglichen Leben enger verbundenen Bezugsrahmen. Aus Yin und Yang entstehen die Fünf Elemente, die die Welt in ihrem Erscheinungsbild hervorbringen, gestalten, aufrechterhalten und wieder auflösen. Die Fünf Wandlungsphasen treten in allen Erscheinungen des Kosmos zutage (die gesamte belebte und unbelebte Natur ist aus diesen fünf Wirkkräften gebildet), und sie vermögen die inneren Wechselbeziehungen zu erklären. Diese Fünf Elemente sind Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser. In der ursprünglichen oder physiologischen Darstellung der Fünf Elemente steht die Erde im Mittelpunkt, umgeben…

  • Yin & Yang in Diagnostik & Behandlung

    In Hinblick auf Diagnostik und Therapie lassen sich vor allem vier Prinzipien darstellen, die die (pathologischen) Beziehungen von Yin und Yang beschreiben: Übermaß Schwäche Wandel ins Gegenteil Schwächung des komplementären Aspektes Übermaß Ein Übermaß an Yang oder ein Übermaß an Yin – die Traditionelle Chinesische Medizin spricht von einem Fülle-Syndrom (shi zheng) – liegt dann vor, wenn pathogenes Yang (Hitze; z.B. in Form einer Infektion, Wind-Hitze) oder pathogenes Yin (Kälte; z.B. in Form eines bioklimatischen Einflusses, Wind-Kälte) in den Organismus eindringt. Dringt übermäßige Hitze in den Organismus ein, so nimmt die Hitze im Organismus zu und gleichzeitig wird das Yin übermäßig verbraucht: Der Körper wird fiebrig, die Haut trocken ……

  • Beziehungen zwischen Yin & Yang

    Das Konzept von Yin und Yang, dessen Ursprünge in China liegen, reicht weit zurück in vorchristliche Zeiten. Seine erste Erwähnung findet es im Yi Jing, dem “Buch der Wandlungen”. Yin (das Schriftzeichen bedeutet “Schattenseite eines Berges”) und Yang (“Sonnenseite eines Berges”) bezeichnen polare Gegensätze, die einander zugleich ergänzen, bedingen und kontrollieren. Vor allem vier Prinzipien sind es, die die Beziehungen zwischen Yin und Yang charakterisieren und beschreiben: Komplementäre Polarität Gegenseitige Abhängigkeit (Bedingtheit) Gegenseitige Kontrolle Gegenseitige Umwandlung Komplementäre Polarität “Alle Dinge tragen das Yin in sich, das Yang in den Armen”, so steht es im Dao De Jing. Yin und Yang sind zwei einander ergänzende Aspekte, “zwei Seiten” eines Objektes, eines…

  • Zuordnungen zu Yin & Yang

    Yin regiert das, was materiell und schwer ist, Yang das Immaterielle, die Energie, das Subtile. Yin entspricht dem Zustand der Ruhe, Yang der Bewegung. Yin entspricht dem Entschwinden, Yang dem Entstehen. Yin ist, was im Inneren ist, das Versteckte das Tiefe. Yang ist das Äußere, die Oberfläche. Yin ist die Vertiefung, Yang die Erhebung. Yin Yang Erde Himmel Mond Sonne Nacht Tag Winter Sommer Kälte Hitze Dunkel Hell Schwer Leicht Flüssig Fest Feucht Trocken Feucht Oberfläche Verborgen Manifest Kontraktion Expansion Ruhe Bewegung Langsam Schnell Substanz Funktion Raum Zeit Im Körperaufbau ist der obere Körperteil allgemein Yang, der untere Yin. Außen ist Yang, innen ist Yin. Hinten ist Yang, vorne ist…

  • Yin und Yang

    “Bevor Himmel und Erde waren, gab es etwas Verschwommenes, still, einsam, alleine stehend, wandellos, im ewigen Kreislauf ohne Unterlaß, fähig die Mutter aller Dinge zu sein” (Laozi): das Dao (Tao), das Große Nichts, aus dem Yin und Yang als (scheinbar) gegensätzliche, jedoch einander in dynamischem Wandel ergänzende Aspekte entstehen. Das gesamte Universum ist aus dem Wechselspiel dieser beiden Kräfte geschaffen und von ihm bedingt. Es gibt kein Yin ohne Yang und kein Yang ohne Yin. Alle Dinge und Erscheinungen tragen ihr Gegenteil in sich und bilden mit diesem eine Einheit. Alle Dinge tragen das Yin in sich,Das Yang in den Armen.Die Kraft der Leere erzeugt ihre Harmonie. Yin und Yang…

  • Grundlagen des Shiatsu

    Der Beginn von Shiatsu als eigenständige Behandlungsmethode wird vor allem mit Tokujiro Namikoshi verbunden, der auf den von Tenkai Tamai geprägten Begriff des Shiatsu zurückgriff und seiner Methode den Namen „Shiatsu Ryoho“ (Shiatsu-Behandlung) gab. Wenngleich in vielen Ländern und teilweise auch in Japan Shiatsu mit der traditionellen chinesischen Medizin assoziiert wird, hat Tokujiro Namikoshi explizit festgehalten, dass das von ihm entwickelte und in Japan einzig offiziell anerkannte Shiatsu keinen Einfluss der Kampo-Medizin, der japanischen Form der TCM, beinhaltet. Die Einbeziehung von beispielsweise Meridianbehandlungen, wie sie in Japan in den 70er-Jahren populär wurde, betrachten die Anhänger der Namikoshi-Tradition deshalb als Abweichungen vom „wahren“ Shiatsu. Namikoshi berief sich vor allem auf westliche…

  • Geschichte von Shiatsu

    Während Akupunktur und die traditionelle chinesische Medizin auf eine über tausendjährige Geschichte zurückblicken können, ist Shiatsu im Vergleich dazu eine noch recht junge Behandlungstechnik. Entstanden ist Shiatsu in Japan nämlich erst zu Beginn unseres Jahrhunderts infolge der Unzufriedenheit mit der damals verflachten und nicht mehr zu Heilzwecken verwendeten „Japanischen Massage” (Anma). Noch vor etwa dreihundert Jahren hatte Anma als manuelle Behandlungstechnik einen festen Platz in der Ausbildung der japanischen Ärzte. Um das energetische System des Menschen im wahrsten Sinne zu begreifen und um die Anatomie, den Verlauf der Meridiane und die Lage der Energiepunkte zu lernen, studierten die traditionellen Ärzte Anma. Sie wandten diese manuelle Behandlungsmethode auch alternativ zu Akupunktur…