• Shiatsu-Umfrage der GSD 2016

    Die Gesellschaft für Shiatsu Deutschland (GSD), der deutsche Shiatsu-Dachverband und hier vor allem Susanne Löhner-Jokisch, Ulrike Schmid und Renate Köchling-Dietrich, hat im April 2016 eine Online-Befragung zur beruflichen Situation von Shiatsu-Ausübenden in Deutschland gestartet. Erste Ergebnisse der insgesamt 825 Antworten liegen nun vor und wurden im Shiatsu-Journal 86 veröffentlicht. Der Großteil der Befragten ist weiblich (85,8%), zwischen 40 und 64 Jahre alt (insgesamt 86%, die meisten, fast 26%, sind zwischen 50 und 54 Jahre alt), lebt in einer Beziehung (68%), hat einen höheren Bildungsabschluss (39%) oder sogar einen Hochschulabschluss (34%) und beruflich einen Fachhochschul- oder Hochschulabschluss (31%) oder einen Fachschulabschluss eines staatlich anerkannten Gesundheitsberufs (26%). 414 der an der Befragung…

  • Umfrage zur beruflichen Situation österreichischer Shiatsu-PraktikerInnen 2016

    Teilgenommen an der Befragung, die im Zeitraum zwischen 29. August und 26. September 2016 geöffnet war, haben 436 PraktikerInnen. Die meisten von ihnen (44%) waren zwischen 41 und 50 Jahre alt, 29% zwischen 51 und 60 Jahren und 23% zwischen 31 und 40 Jahren. 359 von ihnen, 82%, waren Frauen, 77, und damit 18 %, waren Männer. Weniger als 3 Jahre Shiatsu-Erfahrung hatten 25% der TeilnehmerInnen, 21% 3 bis 5 Jahre, 22% 5 bis 10 Jahre und der größte Anteil, 31%, mehr als 10 Jahre. Zur beruflichen Situation ÖDS-Mitglieder waren 67%, 15% waren es früher, 18% noch nie. 85% sind in Besitz des Gewerbescheins, 2% zeitweise, 3% waren es früher,…

  • Marketing für Körpertherapeuten. Tabu oder Chance? (Mignon von Scanzoni)

    Gehören Sie auch zu der Therapeutengeneration, die in ihrer Ausbildung noch die Botschaft mitbekommen haben „Wenn du gut bist, dann hast du auch Erfolg“? Und wenn sich der Erfolg dann nicht in der gewünschten Form einstellt, beginnen die Selbstzweifel in Ihnen zu nagen? Gut sind heute viele Therapeuten und Lehrer, deswegen hängt unsere berufliche Zukunft davon ab, ob wir bereit sind mit unserer Fachkompetenz innovativ umzugehen und die Fähigkeit besitzen, auf unsere Leistungen aufmerksam zu machen. Meinen Beitrag verstehe ich als Impuls für die notwendige Diskussion zu diesem Thema.[1]Wenn ich in meinem Artikel von „Therapeuten“ spreche, ist das für mich in diesem Kontext ein Sammelbegriff. Er bezieht sich auf die…

  • Was tue ich im Shiatsu? Ein persönlicher Bericht nach 17 Jahren Praxis (Josef Ernst)

    Vorwort Ca. 20 Jahre nach Beginn meiner Ausbildung haben meine kritischen Überlegungen zu Shiatsu in der ÖDS Praktikerinnen-Umfrage 2016 ihren vorläufigen Höhepunkt gefunden, als ich noch einmal die Frage 20 “Shiatsu Erklärungsmodelle” mit dem Österreichischen Dachverband für Shiatsu (ÖDS) abstimmen musste. Inhaltlich und sprachlich habe ich die gedanklichen Modellierungen, die mich in meiner bisherigen Arbeit manchmal erhellend und begeisternd, oft bedrängend und ernüchternd begleitet hatten, noch einmal durchdacht.[1]Arbeit zur Erlangung des Titels „ÖDS qualified senior teacher“, März 2017. Die „Shiatsu-Umfrage 2016“ ist Teil dieser Arbeit. Die Mühe hat sich gelohnt. Durch die Notwendigkeit, meine Handlungen beim Shiatsu zu kategorisieren, zu hinterfragen und sprachlich möglichst präzise zu beschreiben einerseits und den…

  • Shiatsu. Eine Qualitätsmarke im Wellness-Boom (Eduard Tripp)

    Ganzheitliche Gesundheit – der aufkommende Gesundheitssektor im Unterschied zum herkömmlichen Gesundheitswesen – wird der künftige Wirtschaftsmotor der westlichen Welt, so prophezeite Leo A Nefiodow 1996. Mit dieser Vorhersage zum sechsten Kondratieff-Zyklus, die sich heute zunehmend als richtig erweist, eröffnete Leo Nefiodow den Kongress „Wasser macht schön“ am 3. Oktober 2005 in Klagenfurt, Kärnten. Der vorliegende Artikel beruht inhaltlich auf meinem Vortrag, der im Rahmen dieses Kongresses gehalten wurde. Er geht darauf ein wie sich die verschiedenen Gesundheitskonzepte entwickelt haben, was der Konsument im Wellnessbereich sucht und warum klar definierte Qualitätskriterien von besonderer Bedeutung sind. Weitere Schwerpunkte sind auch grundlegende Beschreibungen von Wellness, Esoterik und New Age.[1]Der Kongress wurde veranstaltet von…

  • Shiatsu und TCM. Über die Zusammenarbeit von TCM-Ärzten und Shiatsu-Praktikern (Eduard Tripp)

    „Gesundheit ist ein Weg, der sich bildet, wenn man ihn geht und gangbar macht.”(Heinrich Schipperges, Medizinhistoriker, 1918 – 2003) Einführung und Überblick Dass die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) wirkt, ist unbestritten. Studien und Erfahrungen zeigen nachweislich die Wirksamkeit von chinesischen Heilmitteln und Akupunkturbehandlungen. Und dennoch ist die Akupunktur, wie auch andere ganzheitliche Therapieansätze in der Öffentlichkeit in eine Art Erklärungsnotstand gegenüber der wissenschaftlich begründeten Evidence Based Medicine geraten. Sie hinterfragt kritisch, welche Aspekte der Behandlung die Wirksamkeit der Nadelbehandlung ausmachen. Nur eine Placebo-Wirkung? In diese Richtung geht die Diskussion der GERAC-Studien (German Acupuncture Trials). Das nicht signifikant bessere Ergebnis der Verum-Akupunktur gegenüber Placebo-Nadelbehandlungen wird sogar dahingehend ausgelegt, dass die Wirksamkeit…

  • Missbrauch in der Behandlungssituation (Eduard Tripp)

    Spricht man von Missbrauch in der Behandlungssituation, so kann man nach Margarete Scholze von der Beschwerdestelle des Wiener Landesverbandes für Psychotherapie zwischen kognitivem Missbrauch, emotionalem Missbrauch und sexuellem Übergriff unterscheiden: Unter kognitivem Missbrauch versteht man jede Informationstätigkeit und Informationsverwertung, die nicht aus der Behandlung und ihren Zielen heraus begründbar ist. Emotionaler Missbrauch liegt vor, wenn die Behandlungssituation eine wichtige Quelle für die BehandlerIn ist, um ihre Einsamkeitsgefühle, ihren Mangel an Intimität und ihren Bedarf an Anerkennung abzudecken. So stehen nicht das Wohl und die Entwicklung der KlientIn im Vordergrund, sondern das Wohl der BehandlerIn. Als sexuellen Übergriff bezeichnet man jede Handlung, die absichtsvoll von der BehandlerIn sexuell motiviert ist und…

  • Missbrauch (Friederike Denner)

    Der folgende Artikel soll einen Einblick in das Thema „Missbrauch“ ermöglichen.Beiträge und das, was in Gruppenarbeiten im SupervisorInnen Trainingfür Shiatsu-TherapeutInnen herausgearbeitet wurde, sind darinzusammengefasst und als Einführung und Anregung zu verstehen. Missbrauch, zu dem auch Übergriffe zählen, kann physisch, psychisch, sexuell, emotional, spirituell, verbal und energetisch erlebt werden. In jedem Fall findet ein Angriff auf die menschliche Würde und Identität statt. Dazu werden vertrauensvolle Beziehungen (z.B. im familiären Umfeld) auf machtvolle und auch manipulierende Weise, ausgenutzt. Missbrauch stellt eine Form von Gewalt dar und kann sehr subtil sein. Je früher im Leben eines Menschen ein Missbrauch stattfindet, desto stärker sind die kurz- bzw. langfristigen Folgen, die sich in körperlichen Symptomen,…

  • Shiatsu -Ansatz und Weg zur Entwicklung eines Gesundheitsbewusstseins als Lebenskunst (Renate Köchling-Dietrich)

    Zusammenfassung Shiatsu als eine Berührungs-Körperarbeit wurzelt in der fernöstlichen Philosophie. Sein Weg über die USA in den Westen ist denn auch verbunden mit vielfältigen Transferproblemen, die sich in der Literatur widerspiegeln. Dank des seit einigen Jahren zu beobachtenden Trends zu ganzheitlichen Angeboten der Gesundheitsförderung erfreut sich Shiatsu einer steigenden Nachfrage. Indem Shiatsu die Wahrnehmungsfähigkeit verbessert, Entspannung fördert und individuelle Ressourcen freilegt, ist es keine Heilmethode oder gezielte Präventionsmaßnahme. Seinen fernöstlichen Wurzeln und den sich daraus ableitenden Arbeitsweisen gemäß hat Shiatsu vielmehr seinen Platz in der Gesundheitsförderung und -bildung. Diese werden seit 1978 von der Weltgesundheitsorganisation umfassend thematisiert. Unter Berücksichtigung des Modells der Salutogenese von Aaron Antonovsky stehen gesundheitsfördernde Faktoren im…

  • Anerkennung von Shiatsu als Beruf der KomplementärTherapie: Meilensteine 2002 – 2008 (Zita Fräfel-Noser)

    Ausgangslage Die Anerkennung und Verankerung von Shiatsu als Beruf ist in den SGS-Statuten als erste der Aufgaben genannt. In der Umfrage 2003 sprachen sich 82% der Mitglieder dafür aus, dass die SGS eine eidgenössische Berufsanerkennung anstreben soll. Der Vorstand der SGS hat der Erreichung dieses Ziels in den vergangenen Jahren(2002-07) höchste Priorität eingeräumt und an den Mitgliederversammlungen, in News, Jahrespublikation, Homepage und an Veranstaltungen laufend über die Entwicklung und den Stand der Arbeiten informiert. Ziel dieses Artikels ist es, einen zusammenfassenden Überblick über das Engagement der SGS und die Meilensteine der Arbeiten zu geben.[1]SGS = Shiatsu Gesellschaft Schweiz Rechtliche Situation Das BBT[2]BBT = Bundesamt für Berufsbildung und Technologie ist seit…